News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Smileys für mehr Verkehrssicherheit

Lob und Tadel statt Bußgeld: Smileys für mehr Verkehrssicherheit

In vier Fuldaer Kommunen grinst Sie demnächst ein weiteres digitales Gesicht an. Aber nur, wenn Sie sich an die vorgegebene Geschwindigkeit halten. Unter dem Motto "Ein grinsendes Gesicht für die Verkehrssicherheit“ installiert das Hessische Wirtschaftsministerium nach dem Losverfahren bei Mitwirkung der Landesverkehrwacht Hessen Dialog-Displays, die die Geschwindigkeit von Autofahrern messen. Die Gemeinden Hilders, Nüsttal, Großenlüder und Bad Salzschlirf gehörten zu den Gewinnern.

Mit einem Lächeln oder einem grimmigen Gesicht will das Dialog-System die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die Geschwindigkeit lenken. Ziel ist es, nicht mit einem Bußgeld zu drohen, sondern einfach nach dem „Lob- und Tadel-Prinzip“ zu verfahren. Hält der Fahrer die erlaubte Geschwindigkeit ein, wird er mit einem Lächeln belohnt. Ist der Wagen zu schnell, blinkt ein roter, grimmiger Smiley auf.

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Die vier Displays wurden durch Gerhard Brink, Vizepräsident der LVW Hessen, und dem zweiten Vorsitzenden der Verkehrswacht Fulda, Klaus Fraatz, im Beisein von Wolfang Herda, Vertreter des ADAC, überreicht.

„Es ist wichtig die Verkehrssicherheit auf den deutschen Straßen zu erhöhen“, betonte Brink. Fast 70 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Verletzten in Deutschland passierten innerhalb geschlossener Ortschaften.

Die meisten Hauptursachen: nicht angepasste Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit. Dabei seien meist die schwächsten Verkehrsteilnehmer Fußgänger, Radfahrer, Ältere und Kinder die Opfer.

 „Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Lob- und Tadel-Prinzip deutlich besser wirkt, als eine einfache Geschwindigkeitsanzeige“, erklärte Brink. Zwar könne das Nichteinhalten der zulässigen Geschwindigkeit durch das Dialog-Display nicht geahndet werden, doch durch eine positive oder negative Rückmeldung könne auf das Verhalten aufmerksam gemacht werden. 

Für die Gastgeber-Gemeinde Großenlüder war Bürgermeister Werner Dietrich vor Ort: „Der Verkehr in unserer Gemeinde hat sich verzehnfacht, aus diesem Grund sind wir dabei weitere zehn Dialog-Displays anzuschaffen, um mehr Sicherheit auf unsere Straßen zu bringen." Durch die Aufstellung der Displays sei die Unfallquote in den Bereichen um 80 Prozent gesunken. Allerdings merkte er an, dass Fahrer durch zu viele Verbote und Überwachungen überfordert seien. 

Für die Marktgemeinde Hilders war Bürgermeister Hubert Blum anwesend. Seine Dankbarkeit drückte er in klaren Worten aus: „Wir hatten sowieso vor, ein weiteres Dialog-Display anzuschaffen." Auch die Nüsttaler Bürgermeisterin Marion Frohnapfel zeigte sich erfreut. „Das Dialog-Display wird demnächst für noch mehr Sicherheit in unserem Straßenverkehr sorgen." Matthias Kübel, Bürgermeister von Bad Salzschlirf zeigte sich ebenfalls begeistert, schließlich sei die Verkehrssicherheit grundlegend für alle Bürger.

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Freigabe der A 45 Talbrücke Dorlar

Verkehrsfreigabe der A 45 Talbrücke Dorlar

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen hatten eingeladen, am 17. September der Freigabe der Dorlarer Autobahnbrücke teilzunehmen.

Neben dem Parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger MdB und Staatsminister Tarek Al-Wazir nahmen H.-J. Irmer MdB, Reg. Präs. Dr. C. Ullrich, die Landtagsabgeordneten Dr. M. Büger und S. Grüger sowie Erster Kreisbeigeordneter R. Esch und Stadtrat N. Kortlüke sowie auch der Vorsitzende der Verkehrswacht Wetzlar – auch Präsident der LVW Hessen - K. Ruppelt teil.

Die Autobahn 45 als Verbindung der Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Ruhr ist etappenweise in den 1960er – und 1970er Jahren gebaut worden. Wegen der zahlreichen Brücken trägt sie den Titel „Königin der Autobahnen“. Nach 50 Jahren und mit wachsender Verkehrsbelastung befinden sich die meisten großen Talbrücken der A45 in einem maroden Zustand und müssen ersetzt werden, wobei in Hessen zwischen dem Gambacher Kreuz und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen 22 Bauwerke erneuert werden müssen. Die Dorlarer Talbrücke ist der 5. fertige Neubau.

Die Begrüßung erfolgte durch den Präsidenten Hessen Mobil Gerd Riegelhuth, der u.a. auch anmerkte, dass beim Bau der Autobahn 45 und ihrer Talbrücken Ende der 60er-Jahre die Verkehrslasten viel geringer gewesen seien.

„An der A 45 haben sich die Freunde des Spannbetons Ende der 60er Jahre verwirklicht! sagte Hessens Verkehrsminister Al-Wazir und lobte: „Die Brücken haben durchaus Eleganz. Abbruch und Bau waren aufwändiger als erwartet. Unterm Strich steht für die Autofahrer jedoch ein Gewinn an Sicherheit und Komfort.

„Für so viel Verkehr, wie heute über die Autobahn rollt, waren die Brücken nicht geplant. Aktuell rollen etwa 54.000 Fahrzeuge über die Fahrstreifen. Der Schwerlastverkehr hat seit den 70erm Jahren um 500% zugenommen“, erläuterte Steffen Bilger.

„Rund 61 Millionen Euro hat das Land Hessen in den Ausbau der Talbrücke investiert und damit kann die A 45, die eine wichtige Verbindung zwischen Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet ist, eine ganze Region erschließen“, so Al-Wazir.

freigabe a45 dorlar

Anschließend gaben S. Bilger, T. Al-Wazir und G. Riegelhuth sowie die
weiteren offiziellen Teilnehmer das 490 m lange Bauwerk frei.

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Auftakt Lichttest 2019

Seit 63 Jahren wird in Deutschland die Verkehrssicherheits-Aktion „Licht-Test", die seit 1956 jeweils im Oktober von der Deutschen Verkehrswacht gemeinsam mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe öffentlichkeitswirksam stets mit dem Ziel, Autofahrer wie Kraftfahrzeuge auf die besonderen Herausforderungen der dunklen und kalten Jahreszeit vorzubereiten, durchgeführt wird. Noch immer ergeben die Statistiken, gerade auch jene der kostenlosen und stets wiederkehrenden Licht-Test-Aktionen, die nach den Vorgaben der Straßenverkehrszulassungsordnung die Einstellung der Beleuchtungsanlage überprüfen, dass fast ein Drittel aller überprüften Fahrzeuge mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs ist. Zwangsläufig erhöht sich die Unfallgefahr, wie Andreas Groß, Obermeister der KFZ-Innung Lahn-Dill feststellte. In seinem Autohaus fiel in diesem Jahr der offizielle Startschuss für die Licht-Test-Aktion 2019 im Lahn-Dill-Kreis, deren Bedeutung durch die Anwesenheit zahlreicher Gäste unterstrichen wurde.

Oberbürgermeister Manfred Wagner, Erster Kreisbeigeordneter Roland Esch, Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke, Gerd Färber, Verkehrswacht Dillenburg, PKH Oliver Zimmermann, für die KFZ-Innung Lahn-Dill Ehrenobermeister Rudolf Jackwerth, Peter Stöcklein, Helmut Fischer und Hans-Ludwig Greeb sowie Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, der im Rahmen seiner Grußworte am Beispiel des korrekten Einsatzes des Fahrrichtungsanzeigers als „Mittel der Kommunikation“ in den unterschiedlichen Situationen im Straßenverkehr erläuterte.

Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke wies darauf hin, mit dem von ihm vertretenen Handwerk als gutes Beispiel voran zu gehen und forderte die Autofahrer auf, bei den KFZ Innungsbetrieben zum Lichttest vorstellig zu werden.

lichttest 2019

v. li.: O. Zimmermann, K. Ruppelt, G. Färber, R. Jeschke, P. Stöcklein, H.-L. Greeb,
Katja Groß, H. Fischer, M. Wagner, R. Esch, R. Jackwerth und am Testgerät Andreas Groß.
Foto: Ewert

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