News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Schulanfang

Unterstützung der Verkehrswacht durch die Polizei

Spannbandaktion der Verkehrswacht Wetzlar

Weil Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind, weil sie aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern gehören, widmen ihnen nicht nur ihre Eltern sondern auch die Verkehrswachten besondere Aufmerksamkeit.

Grundschulkinder sind schnell von äußeren Reizen abgelenkt, können Geschwindigkeiten nicht einschätzen und erkennen gefährliche Situationen erst dann, wenn sie eingetreten sind.

Hinzu kommen Freude und Aufregung in den ersten Schultagen, die die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken.

Klaus Ruppelt,  Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar, bittet deshalb die motorisierten Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie in Wohngebieten und auf Straßen im Einzugsbereich von Schulen langsam und vorausschauend, denn auch Tempo 30 ist dort oftmals zu schnell – seien Sie jederzeit bremsbereit.“

Die Verkehrswacht Wetzlar hat in ihrem Betreuungsbereich über 50 leuchtend-gelbe Spannbänder mit dem Motto: Tempo runter bitte! Schulanfang in unmittelbarer Nähe von Schulen angebracht, will so auf den Schulbeginn aufmerksam machen.

Der Leiter der Polizeistation Polizeirat Holger Geller, der die Aktion der Verkehrswacht begrüßt, erklärt: „Für uns von der Polizei wird der Fokus in den nächsten Wochen, wie jedes Jahr, verstärkt auf den Beginn der Schulzeit gerichtet.

Die zunehmende Zahl an Verkehrsunfällen in Hessen, bei denen keine erkennbare Ursache vorliegt, lässt darauf schließen, dass auch das Thema Ablenkung und Unaufmerksamkeit eine immer größere Rolle bei der Verursachung spielen.

Auch stellen wir vermehrt fest, dass Respektlosigkeit und fehlende Rücksichtnahme immer mehr das Bild im Straßenverkehr prägen. Weiterhin gehört die nichtangepasste Geschwindigkeit zu den häufigsten Unfallursachen. Hier trifft die Fahrzeugführer eine besondere Verpflichtung diese an Kindergärten, Schulen und dort insbesondere an den Bushaltestellen, Fußgängerüberwegen und -ampel sowie den Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten einzuhalten. Gerade die schwächsten Verkehrsteilnehmer, wie die Schulanfänger, können sich auf die Regelverstöße der Kraftfahrer weder einstellen noch dagegen wehren.
Daher gilt ihnen unsere besondere Aufmerksamkeit in der nächsten Zeit.

Es finden im Aktionszeitraum polizeilichen Maßnahmen gemeinsam mit dem Regionalen Verkehrsdienst, wie auch in eigenständen Aktionen der Polizeistation Wetzlar, statt.
Durch Geschwindigkeitsüberwachungen, Kontrollen und Aufklärungsarbeit soll erreicht werden, dass so wenig wie möglich Kinder auf ihrem Weg zur Schule und nach Hause verunfallen.

Hier leistet die Verkehrswacht Wetzlar einen wichtigen Beitrag dazu.
Wir sind dankbar, einen so verlässlichen und engagierten Partner an unserer Seite zu haben.“

Schulanfang
Foto v. li.: PHK S. Lippert, K. Ruppelt, PR H. Geller und PHK O. Zimmermann
Foto: Polizeistation Wetzlar

 

Verkehrssicheres Fahrradfahren

Verkehrssicheres Fahrradfahren von Migranten und Geflüchteten

verkehrssicheres radfahren

Auf Einladung der Caritas Migrationsdienste Wohnverbund St. Christophorus in Bad in Bad Homburg besuchte der Vorsitzende der Verkehrswacht Obertaunus Thomas Conrad die Einrichtung im Juli auf mit dem Ziel, die Wohngruppe der „Mauersegler“ bestehend aus acht Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren durch theoretische Unterweisungen und anschließenden praktischen Übungen die Schulung des motorischen Verhaltens auf den Fahrrädern mit Anwendung erster Verhaltensvorschriften zu verbessern.

Da die persönlichen Kompetenzen beim Radfahren auf Grund fehlender motorischer Fertigkeiten im Zusammenhang mit fehlenden Kenntnis deutscher Rechtsvorschriften unzureichend sind, wobei die radfahrenden Flüchtlinge gegebenenfalls ein Verkehrssicherheitsrisiko darstellen würden, soll das Fahrradfahren bei denen gefördert werden, die bisher insbesondere in ihrem Herkunftsland nicht oder kaum Fahrrad gefahren sind.

Im Rahmen der theoretischen Unterweisungen befasste sich T. Conrad vor allem mit den allgemeinen Vorschriften, den Verkehrsvorschriften beim Radfahren und auch mit der Bedeutung und Wichtigkeit der Schutzkleidung wie Helm, Weste und Schuhwerk. Dabei wurde Sprachhindernisse durch einen Dolmetscher beseitigt und das ausgehändigte Lehrmaterial konnte mit den Sprachen Paschto und Farsi zum guten Verständnis beitragen. Die praktischen Übungen fanden im Schonraum, d.h. der Örtlichkeit auf dem Parkplatz „Am Heuchelbach“ in Bad Homburg statt. Die für die praktischen Übungen notwendigen Fahrräder wurden von der Wohngruppe und von der Verkehrswacht zur Verfügung gestellt.

Die ersten praktischen Übungen wie zielbremsen, langsam fahren, Slalom Fahren und einhändig fahren zeigten, dass alle Teilnehmer*innen mit großem Spaß und viel Einsatz dabei waren. Bei den weiterführenden mehrfachmotorischen Handlungen wie einhändig Fahrradfahren, Umsehen, Handzeichen geben und Abbiegen zeigte sich noch weiterer Übungsbedarf.

In einer abschließenden Gruppenübung stellte sich dann ein erster Erfolg der durchgeführten Übungen ein. Im gemeinschaftlichen Radfahren in einer Acht zeigte sich, dass Begriffe wie gegenseitige Rücksichtnahme und das „Rechts vor Links“ erkannt und angewendet wurden. Conrad freute sich darüber, dass er allen Teilnehmern Lob zollen und eine Bestätigung der Teilnahme übergeben konnte.

Anlass für den Einsatz der Verkehrswacht Obertaunus durch T. Conrad zu der Durchführung einer theoretischen und praktischen Übungseinheit für Migranten und Flüchtlinge war geboten und erforderlich, damit dieser Personenkreis problemlos am Straßenverkehr als Radfahrende teilnehmen werden.
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Auszeichnung

Peter Richtberg
erhält höchste Auszeichnung der Landesverkehrswacht Hessen

Auszeichnung A.Hahner

In der Mitte Peter Richtberg, rechts Gerhard Brink Vizepräsident der Landesverkehrswacht und links Martin Fischer 1. Vorsitzender Verkehrswacht Vogelsbergkreis | Foto: Landesverkehrswacht

Peter Richtberg, das Gesicht der Verkehrswacht Vogelsbergkreis, bekam die höchste Auszeichnung der Landesverkehrswacht Hessen, die goldene Ehrennadel, zu seinem 80sten Geburtstag verliehen. Große Überraschung, Freude und auch Rührung erlebte Peter Richtberg an seinem 80. Geburtstag, als der Vizepräsident der Landesverkehrswacht Hessen e.V., Gerhard Brink, zusammen mit dem neuen Vorsitzenden der Verkehrswacht Vogelsbergkreis, Martin Fischer, bei Peter Richtberg in Schlitz klingelten und gemeinsam eine große Stapelbox in den Hof trugen.

Corona bedingt fand diese Feierlichkeit im Familienkreis, bei herrlichem Sonnenschein im Hof statt. Gerhard Brink überreichte zunächst nur sein persönliches Geburtstagsgeschenk. Von der Auszeichnung erwähnte er noch nichts, um die Überraschung bei Peter Richtberg zu erhöhen. In seiner locker vorgetragen Laudatio, die immer wieder die Gäste zum Schmunzeln brachte, ging der Vizepräsident auch auf das Alter von 80jährigen ein und zitierte ein Zitat des Schriftstellers Gotthold Ephraim Lessing:

"Alt macht nicht das Grau der Haare, alt macht nicht die Zahl der Jahre, alt ist, wer den Humor verliert und sich für nichts mehr interessiert!". Vizepräsident Gerhard Brink sagte zu Peter: "Du bist für mich nur älter an Jahren geworden, hast aber nicht deinen Humor verloren und interessierst dich noch immer für die Verkehrssicherheitsarbeit in Kindergärten."

Peter Richtberg wurde für 46 Jahre aktive Verkehrswachtarbeit, für mehr als 30 Jahre Vorstandsarbeit und als Geschäftsführer geehrt. Aber vor allem auch für seine Jahrzehnte lange Arbeit mit den Kleinsten. Fast jeder in Schlitz kennt Peter von seiner Kindergartenzeit her, wo Peter mit den Kindern im Straßenverkehr das richtige Verhalten übte. Der Vizepräsident überbrachte auch Glückwünsche und Dankesworte vom Präsidenten der Landesverkehrswacht Hessen Klaus Ruppelt. Peter Richtberg ist während der Jahreshauptversammlung Ende November 2020 einstimmig zum Ehrenmitglied der Verkehrswacht Vogelsbergkreis ernannt worden und will mit seiner Moderatorenarbeit in Kindergärten auf keinen Fall aufhören. Jetzt erst lüftete der Vizepräsident das Geheimnis. Er holte die Urkunde und die goldene Ehrenadel hervor und überreichte beides dem ungläubig staunenden Jubilar. Er war so überrascht, er konnte sich nur noch freuen.

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