News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Kinderunfallkommissionen

14. bundesweites Treffen der Kinderunfallkommissionen

An dem am 29.11.18 in Köln  eintägigen bundesweiten Treffen der Kinderunfallkommissionen standen der Austausch der Teilnehmer+innen untereinander und das gemeinsame Entwickeln von Strategien für eine kinderfreundliche Stadt- und Verkehrsentwicklung im Mittelpunkt. Eingeladen waren die Mitglieder der Kinderunfallkommissionen, der Netzwerke zur Reduzierung von Kinderunfällen, Vertreter*innen des Zukunftsnetz Mobilität NRW und die beteiligten Verbände, Institutionen und Hochschulen.

Als Vertreter der Landesverkehrswacht Hessen nahmen Heinz Euler, Vizepräsident und Frank Zimmer, Vorstandsmitglied an der Veranstaltung teil.

Sie berichteten im Rahmen des Programms „Beiträge aus der arbeit vor Ort“  über die Fortführung der Radfahrausbildung sowie ein  3-Säulen-Programm zur Lösung der Elterntaxi-Problematik. Außerdem präsentierten sie das Projekt „Bikeschool“ zur Förderung von Radsport  und Verkehrssicherheit an Schulen in Hessen.

Felix Rensch-Opelt von der ivm GmbH stellte im selben Programm Angebote des hessischen  Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement vor, die für Schulen, Schulträger und Kommunen entwickelt worden waren. Er wies u.a. darauf hin, dass diese sowie weitere (Hintergrund-) Informationen auf www.besserzurschule.de eingesehen werden könnten.

Den Hauptvortrag hatte Prof. Dr. Höfflin „Zur Bedeutung guter aktions- und sozialräumlicher Bedingungen für das eigenständige Unterwegssein und freies Spiel von Kindern“ gehalten. Die hierzu erforderlichen Impulse machte er den Teilnehmern bewusst.

UnfallkommissionHeinz Euler und Frank Zimmer bei ihrem Vortrag

Alle Teilnehmer der Veranstaltung konnten eingangs im Rahmen des „Get-together“ eins von vier möglichen Themen für das Barcamp wählen. In Kleingruppen begannen dann intensive Diskussionen zu den unterschiedlichen Handlungsfeldern, die im Vorfeld des Treffens durch die Teilnehmer*innen vorgeschlagen worden waren:

- Einbindung von Kindern in die Stadt- und Verkehrsplanung

- Einrichtung von Elternhaltestellen

- Verkehrssicherheit von Kindern durch die StVO-Novellierung

- Unterstützung von lokalen Akteuren bei der Verkehrssicherheitsarbeit

Den Abschluß bildete ein „Speed-Dating“ zu interessant gestalteten Verkehrssicherheitsaktionen.

Um neue Ideen für die eigene Arbeit zu erhalten, vermittelte Norbert Krause (krauses Projektdesign) zunächst Eindrücke aus seiner Arbeit im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, bei der vielen kreative und ganz neu gedachte Projekte bzw. Aktionen entstanden waren. Außerdem verdeutlichte er, wie wichtig hierbei die Öffentlichkeitsarbeit sei.

In wechselnden 2-er-Konstellationen wurden von den Teilnehmern*innen Ideen entwickelt, wie verschiedene Zielgruppen durch Aktionen erreicht werden können. Die grundsätzliche Methode und das jeweilige Verkehrsmittel wurden dabei vorgegeben.

__________________________________________________________________________

Weiterlesen …

Unterrichtsmaterial

Wetterauer Verkehrswacht übergibt Unterrichtsmaterial

Nachdem Moderatoren der Wetterauer Verkehrswacht im laufenden Jahr an 209 Elternabenden und Aktionen in Kitas, Schulen, mit Flüchtlingen und bei Stadtteilfesten, Messen und Vereinsjubiläen beteiligt waren, hat die Verkehrswacht nunmehr Unterrichtsmaterialien an die Grundschule Limeshain und die Kindergärten „Märchenexpress in Karben, Kita Langd/Hungen und die Kita Laisbachzwerge in Schwickartshausen vergeben.

In allen Fällen handelt es sich dabei um Material zur Bewegungserziehung, zum Training der Motorik und zur Wahrnehmung für Kinder ab dem Alter von 3 Jahre bis zum 10. Lebensjahr.

Die Lebensweise der Menschen wird zunehmend bewegungsärmer. Dies hat z. B. Folgen für die motorische und sensorische Entwicklung der Kinder. Viele Schulanfänger leiden bereits unter Haltungsschäden, Übergewicht, einem schwachen Herz-Kreislauf-System, motorischen Auffälligkeiten und Koordinationsschwächen.

Die geistig - seelische und die körperlich - motorische Entwicklung stehen in enger Beziehung zueinander. Die psychomotorische Erziehung ist daher auf eine ganzheitliche Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern ausgerichtet, über vielseitige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen mit dem Material aus der Move-it-Box bzw. der „Bewegungkalender nach Beigel“  werden grundlegende Lernprozesse in Gang gesetzt, die die Auseinandersetzung des Kindes mit sich selbst, seiner dringlichen und sozialen Umwelt unterstützen. Ziel ist es, die Handlungskompetenzen auf motorischer, kognitiver und sozialer Eben, sowie das Gleichgewicht und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu verbessern und eine Stabilisierung der Persönlichkeit zu erreichen.

Die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr hängt von vielen Faktoren ab: Notwendig sind nicht nur die Beherrschung der Verkehrsregeln, genügend

Aufmerksamkeit, vorhandene Übersicht über das Verkehrsgeschehen, Selbstkontrolle sondern auch eine ausreichend ausgebildete Motorik und Sensorik. Grundsätzlich sind die gleichen Fähigkeiten erforderlich, die z.B. zum unfallfreien Aufenthalt auf dem Schulhof benötigt werden. Auch hier wird die Fähigkeit benötigt, aufgrund eines wahrgenommenen Hindernisses oder kreuzenden anderen Verkehrsteilnehmern eine Bewegung abrupt abzustoppen oder deren Richtung zu ändern.  Dabei ist die optische und akustische Rundumorientierung ebenso wichtig wie die Wahrnehmung des Gleichgewichts oder die Fähigkeit, komplexe Bewegungsmuster fehlerfrei auszuführen.

Der Unterschied liegt primär darin, dass man im Straßenverkehr mit wesentlich größeren Geschwindigkeiten, Energien und Unfallfolgen rechnen muss.

Unterricht
Das Foto zeigt die Kinder der Kita in Schwickartshausen beim Auspacken ihrer „move-it-box“ mit der Erzieherin  Vera Langlitz.

___________________________________________________________________________________________

Weiterlesen …

7. Forum für Schulwegsicherheit

„Siebentes Hessisches  Forum für Schulwegsicherheit“

Problem „Elterntaxi“ lösbar

Die LVW hatte die an der Sicherheit von Kindern Interessierten für Samstag,  03. November, in die Räume der Geschwister-Scholl-Schule in Niddatal zum „Siebenten  Hessischen  Forum für Schulwegsicherheit“ eingeladen.

Ziel der Veranstaltung war es unter anderem, Impulse für alle hessischen Schulen  zu setzen, dass diese gemeinsam mit ihren kommunalen Gremien in die Lage versetzt werden, die Anzahl der „Elterntaxis“ zu reduzieren.

Verschiedene Initiativen hatten berichtetet, dass die Anzahl der Elterntaxis mindestens auf die Hälfte reduziert werden können, wodurch dieses Ergebnis Anlass zur Hoffnung sein kann.

Von November 2017 bis April 2018 hatten Lehrkräfte, Kommunalpolitiker, Mitarbeiter von Kreis- und Stadtverwaltungen und Polizeibeamte die unter dem Motto „Neue Wege zur Lösung des Elterntaxiproblems“ angebotenen Fachtagungen  der Landesverkehrswacht in Frankfurt, Limburg, Friedberg, Fulda und Groß-Gerau besucht. Sie hatten sich in der Folge in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich getroffen und Konzepte entwickelt, in die Eltern und Schüler wie auch die Anwohner des Schulumfelds eingebunden werden konnten.

 .: Heinz Euler, Matthias Walther, Christa Reichert, Klaus Ruppelt, Dr. Bernhard Hertel

v.li.n.re.: Heinz Euler, Matthias Walther, Christa Reichert, Klaus Ruppelt, Dr. Bernhard Hertel

Über 120 Teilnehmer aus den verschiedenen Zielgruppen, d.h. der Pädagogen, der Polizei und Kommunalpolitiker waren der Einladung gefolgt. Präsident Klaus Ruppelt begrüßte die Teilnehmer und die der Einladung gefolgten Ehrengäste, den Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises  Matthias Walther, der den Landrat Weckler vertrat, den Bürgermeister der Stadt Niddatal Dr. Bernhard Hertel sowie Christa Reichert, Vorstandsmitglied der Verkehrswacht Wetteraukreis, bei denen er sich für ihr Erscheinen bedankte. Die Ehrengäste hoben durch ihre Grußworte die Bedeutung des u.a. von Vizepräsident Heinz Euler organisierte Forum hervor und zeigten sich von den Themen der Arbeitskreise angetan.

Er bedankte sich auch bei Herrn Staatsminister Tarek Al-Wazir, der freundlicherweise die Schirmherrschaft des diesjährigen Forums übernommen hat und richtete dessen Grußworte den Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus und zitierte diese auszugsweise.

Er bedankte sich weiterhin bei den Referenten für die von ihnen für die  Arbeitskreise vorbereiteten Themen.

Überdies bedankte er sich bei den Ausstellern für die von ihnen auf dem„Markt der Möglichkeiten“ präsentierten Angebote, womit sie das Forum bereicherten. Auch dankte er den Sponsoren, die durch ihre Beiträge die Durchführung der Veranstaltung ermöglichen würden.

Im Folgenden zeigte Dr. Jens Leven durch sein Impulsreferat „Neue Wege zur Lösung des Eltern-Taxi-Problems“ auf.

Im Anschluss berichteten der Leiter der Straßenverkehrsbehörde Butzbach, Jürgen Eheim, und die Schulleiterin der Degerfeldschule Butzbach, Cornelie Jüttner-Tunkowski von ihrem durchschlagenden Erfolg.schulwegsicherheit 2

Sie gingen den vom Verkehrsplaner Jens Leven empfohlenen Weg, der mit viel Arbeit verbunden war, und können jeden Morgen den Erfolg wahrnehmen. Die Straße und der Wendehammer vor der Schule sind weitgehend frei von Elternautos und sind damit problemlos für die Schulbusse und die Schülerinnen und Schülern, die die letzten Meter ihres Schulweges sicher zu Fuß zurücklegen können, zu nutzen.

Dies ist der aktuellen Überarbeitung des Schulwegplans, der Erstellung von Hol- und Bringzonen in einiger Entfernung zur Schule und dem Verkehrsvermeider-Programm der Schule zu verdanken.

Weitere Themen des Forums waren die „Bewegung, Wahrnehmung und Gleichgewicht“ im Kindergarten- und Grundschulalter, referiert von der 2. Vorsitzenden der Wetterauer Verkehrswacht Christa Reichert, die die Entwicklung von Schulen zur Bikeschool, dargestellt am Beispiel der Berufsschulen Karben und Bad Nauheim, praxisnah darstellte.

 

schulwegsicher 3

Sylvia Wiersing und Stefanie Hartlep vom Neuen Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement berichteten vom Schülerradroutenplaner, dem Wettbewerb Schulradeln und den Angeboten für Schulen, den Verkehr von den  und zu den Schulen sicherer, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten, sowie bei Kindern und Jugendlichen ein bewusstes Mobilitätsverhalten zu fördern.

Heinz Euler bedankte sich im Rahmen seiner Schlussworte für die sehr guten und überzeugenden Darstellungen der Referenten und für die rege Beteiligung der Teilnehmer und sagte zu, dass die Landesverkehrswacht Hessen versuchen werde, auch das achte Forum in zwei Jahren durchführen zu wollen. ____________________________________________________________________________________

 

Weiterlesen …