News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Sichtbar durch den Herbst!

Landesverkehrswacht Hessen rät: Sichtbar durch den Herbst!

Reflexmaterial in Herbst und Winter besonders wichtig

Kinder müssen auch bei schlechter Sicht und in der Dunkelheit auf dem Schulweg gut sichtbar sein. Ihre Eltern sollten deshalb darauf achten, dass vor allem die Kleidung der Kinder sowie der Ranzen großzügig mit Reflexmaterial ausgestattet sind, rät Klaus Ruppelt,  Präsident der Landesverkehrswacht Hessen e.V..

Das kann der Reflexstreifen auf dem Regenmantel sein, ein "Blinki" am Anorak, eine zusätzliche reflektierende Figur am Schulranzen oder eine Applikation auf dem Jackenärmel. Kinder, die zu dunkle Kleidung oder einen Ranzen ohne Reflexstreifen tragen, laufen Gefahr, von Autofahrern erst im letzten Augenblick oder gar zu spät erkannt zu werden. Darauf weist die Verkehrswacht angesichts der dunklen Jahreszeit hin.

Zur "Sicherheit durch Anziehen" gehört zusätzlich, dass Kinder eher helle als dunkle Garderobe tragen sollten. Ein gelber Regen-Poncho anstelle eines dunkelblauen ist dafür ein gutes Beispiel.

Die Schulanfänger, die zu Schuljahresbeginn durch die Verkehrswacht mit gelben Sicherheitsmützen ausgestattet worden sind, sollten diese reflektierende Kopfbedeckung sowie die mit fluoreszierenden Streifen versehene Sicherheitsweste, soweit vorhanden, aber nicht nur auf dem Schulweg sondern auch im Alltag  tragen.

Jedoch: Nicht nur für Kinder gilt: ‚Sicherheit durch Sichtbarkeit‘,  auch Erwachsene und im Besonderen ältere Verkehrsteilnehmer sollten sich in der dunklen Jahreszeit Kleidungsstücke anziehen, mit denen sie gut wahrgenommen werden, Autofahrer können sich viel eher auf einen frühzeitig sichtbaren Fußgänger einstellen, als auf eine dunkel gekleidete Gestalt, die plötzlich am Straßenrand auftaucht.

Dies zeigt auch folgende Umfrage-Ergebnis: 90 Prozent der Fahrer, die nachts in einen Unfall mit einem Fußgänger verwickelt sind, geben an, den Fußgänger nicht gesehen zu haben – bei Tagunfällen mit Fußgängern sagen dies nur 19 Prozent der Fahrer.

Viele moderne Jacken besitzen bereits sinnvolle Details wie reflektierende Reißverschlusstaschen oder Ärmelbündchen. Rundum-Reflektoren sind zudem besser als ein einzelner, da sie eine 360 Grad-Sichtbarkeit begünstigen und andere Verkehrsteilnehmern die Bewegungen besser wahrnehmen können.
Wer nicht mit auffälligen Jackenfarben auf die Straße gehen möchte, kann seine Sichtbarkeit bereits durch retroreflektierende Streifen zum Aufnähen oder Aufbügeln verbessern. Gut geeignet zum Anbringen von zusätzlichen Reflektoren sind zudem Taschen oder Rucksäcke.

Aber: Helle Reflektoren sind besser als dunkle.
Da die "Lichtkonkurrenz" im morgendlichen Straßenverkehr sehr groß ist, reicht ein einzelnes reflektierendes Accessoire oft nicht aus. Die reflektierenden Materialien sollten deshalb auf Arme, Beine und Oberkörper gleichermaßen verteilt werden. Je heller die Reflexion ausfällt, desto sicherer. Deshalb sind helle, silberne oder weiße Reflektoren besser geeignet als rote oder blaue.
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Buslotsen Landeswettbewerb 2016

Buslotsen der Wigbertschule Hünfeld
erfolgreich beim hessischen Landeswettbewerb

Hanna Zdiarstek, Schülerin und Buslotsin der Wigbertschule, ist Siegerin im Landeswettbewerb der hessischen Buslotsen; aber auch ihr Mitschüler Lucas Laibach erreichte einen hervorragenden dritten Platz, nur Tom Schuldt, GS Solms, gelang es, sich zwischen ihnen als Zweitbester zu platzieren.

Freundlich und höflich aber auch bestimmend und couragiert soll ein Buslotse sein. Dies sind nur einige Eigenschaften der langen Liste an Kompetenzen, welche die 29 der besten Buslotsen Hessens beim Landeswettbewerb im Deutschen Feuerwehrmuseum unter Beweis stellen mussten.

Zu ihrem 11. Landeswettbewerb für Schulwegbegleiter hatte die Landesverkehrswacht Hessen nach Fulda in das Deutsche Feuerwehrmuseum eingeladen. Die Lotsen, die durch besondere Leistungen schulintern sowie durch bemerkenswertes Interesse auf sich aufmerksam gemacht haben, indem sie in der zurückliegenden Zeit routiniert und engagiert an ihrer Schule den Dienst für ihre Mitschüler versehen haben, hatten sie sich als Teilnehmer für den Wettbewerb qualifiziert.

Ein guter Buslotse muss überzeugend auftreten und auch durchgreifen können, um sich Gehör zu verschaffen. Er trägt zur Vermeidung von Unfällen bei und stellt eine große Erleichterung für Busfahrer dar, die sich durch das Mitwirken des Scouts voll auf den Verkehr auf Hessens Straßen konzentrieren können, so Klaus Ruppelt, Präsident der LVW in seiner Begrüßung; die mehr als 1000 Buslotsen, die landesweit ehrenamtlich tätig sind, seien ein unverzichtbarer Baustein für die Schulwegsicherheit ihrer Mitschüler und würden daher eine unschätzbare gesellschaftliche Wertschätzung genießen.

Bei dem Wettbewerb, der sowohl aus einem Wissenstest, einem Reaktionstest, Rollenspielen und einem Teamspiel bestand, hatten die Buslotsen nicht nur die Gelegenheit, ihr theoretisches Wissen unter Beweis zu stellen, sondern dieses auch gleich anzuwenden. Sie wurden in Zweier-Teams gelost und mussten Situationen aus ihrem alltäglichen Einsatzbereich in einem Bus und an der Haltestelle simulieren. Dabei übernahm der eine Partner die Rolle des Scouts, der andere die Rolle des Störers.  Beim Teamspiel mussten die Buslotsen einen Parcours auf Trockenski in einer vorgegebenen Zeit meistern. Alle Lotsen absolvierten diesen mit Bravour und erhielten somit die volle Punktzahl. Ein weiteres Element des Wettbewerbs stellte der Wissenstest dar, der die Lösung wichtiger Fragen speziell für Buslotsen enthielt. Auch der Reaktionstest, bei dem es um das „Wechselspiel“ zwischen Gas- und Bremspedal ging, musste gemeistert werden.

Nach dem Mittagessen war es dann Zeit für die Siegerehrung. Fuldas Bürgermeister  Dag  Wehner ergriff als erster das Wort. Es sei ihm eine Freude, die Buslotsen in Fulda willkommen heißen zu dürfen, denn ihre Aufgabe erfordere sehr viel Fingerspitzengefühl.

„Mir liegt viel daran, dass die Arbeit der Buslotsen fortgeführt wird, denn schließlich ist eure Arbeit nichts Selbstverständliches“, legte auch Erster Polizeihauptkommissar Dieter Rosenberger, der den Präsidenten des Polizeipräsidiums Osthessen vertrat, dar.

Die Siegerehrung  nahmen der Präsident der LVW und BM Wehner gemeinsam vor. Sie ehrten besonders die Siegerin Hanna Zdiarstek,  Wigbertschule in Hünfeld, den zweitplatzierten Tom Schuldt, GS Solms und den dritten Lukas Laibach, ebenfalls Wigbertschule. Zufrieden zeigten sich auch die weiteren Schüler, die gemeinsam mit dem 7. Rang eine gute Platzierung erzielt hatten. Alle teilnehmenden Buslotsen erhielten eine Urkunde und ein Präsent. Die ersten drei Sieger bekamen zusätzlich einen Geldpreis überreicht.

"Mit diesem Wettbewerb wollen wir die Motivation für den ehrenamtlichen Einsatz der Buslotsen fördern und ihre soziale Kompetenz stärken, zugleich den Schülern unseren Dank aussprechen", beendete Klaus Ruppelt den Wettbewerb und betonte zugleich, „dieser Wettbewerb ist einmalig in Deutschland".

buslotsen wettbewerb 2016

Foto v. re.: Tom Schuldt, Hanna Zdiarstek, Lukas Laibach und Klaus Ruppelt

mehr--->   Bilder und Filme des Wettbewerbs

 

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Lichttest 2016

Licht – Test – Wochen 2016

Unter dem Motto „Ein geblendeter Fahrer ist blind!“ wurde  im Oktober 1956 unter Führung des Bundesverkehrsministeriums eine Beleuchtungswoche gestartet, die seitdem als bundesweit größte Verkehrssicherheitsaktion gilt. In wenigen Städten wurden die Scheinwerfer und Bremslichter der Kraftfahrzeuge an ausgewählten Plätzen und zu festen Uhrzeiten kostenlos überprüft. In alten Aufzeichnungen wird „von einigen hundert Kraftfahrern“  berichtet, die an der ersten Beleuchtungsaktion teilnahmen. Damals ahnte wohl niemand, dass dies der Startschuss  für eine der wichtigsten Sicherheitskampagnen werden sollte,  aus denen der bundesweite „Licht-Test“ mit jährlich vielen Millionen Überprüfungen der Fahrzeug-Beleuchtung wurde. Nach wie vor sind die Mängelquoten hoch. Und das Thema  Autobeleuchtung  gewinnt mit immer komplexerer Technologie zunehmend an Bedeutung für die Sicherheit im Straßenverkehr.

Unter dem diesjährigen Motto „60 Jahre Sicherheit“ eröffneten Staatsminister Tarek Al-Wazir und der Präsident des KFZ-Gewerbes Hessen Jürgen Karpinski unter Beteiligung des Präsidenten der LVW Hessen Klaus Ruppelt, des  Vorsitzenden des ADAC Hessen-Thüringen, Matthias Feltz sowie des Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill  am 9. September auf dem Börsenplatz vor dem Gebäude der IHK Frankfurt die zum 60. Mal bundesweit stattfindende  Verkehrssicherheitsaktion „Licht-Test-Wochen“.

Am 1. Oktober wird es wieder so weit sein. Der „Licht-Test“ ist weiterhin die bundesweit größte Verkehrssicherheitsaktion und ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der die Autofahrer zur Teilnahme an dem kostenlosen „Licht-Test“ aufforderte, wies eindringlich darauf hin, dass im vergangenen Jahr in Hessen eine Mängelquote von 35% bei den PKW und 30% bei den LKW registriert worden sei. Das bedeute, dass jedes dritte Fahrzeug mit einer defekten  Beleuchtungsanlage unterwegs gewesen sei. Das zeige, dass jeder, der von einem entgegenkommenden Fahrzeug geblendet worden sei, diese gefährliche Situation kenne.

Der Präsident des Hessischen Kraftfahrzeuggewerbes, Jürgen Karpinski, lobte das Engagement der Kfz-Werkstätten: „Jahr für Jahr kommen immer mehr Fahrzeuge mit hochmodernen Lichtsystemen auf die Straßen, wobei die richtige Einstellung neueste Technik  erfordert. Diese stellen unsere Meisterbetriebe der KFZ-Innungen bereit. Die Zeiten, in denen man mit dem Schraubendreher die Scheinwerfer schnell justieren konnte, sind vorbei. 1956 lieferten Autoscheinwerfer mit symmetrischem Abblendlicht im Dunkeln rund 30 Meter Sicht. Heute leuchteten zuschaltbare Fernlichter auf Laserbasis die Straße 650 Meter weit aus.

Durch diese Aktion werden alle  Autofahrer auf die dunkle und kalte Jahreszeit gut eingestellt“, sagte der Präsident und erklärte, dass mit bestandenem Licht-Test der Autofahrer die neue Licht-Test-Plakette für die Windschutzscheibe erhalte.
Einen Monat lang, vom 1. bis 31. Oktober, könnten Autofahrer wieder die Beleuchtungsanlagen ihres Fahrzeuges unter anderem in den rund 4.400 Meisterbetrieben in Hessen überprüfen und bei Bedarf korrigieren lassen.

Der Licht-Test wird seit 1956 durchgeführt und  u.a. vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und der Deutschen Verkehrswacht organisiert mit Unterstützung durch den ADAC, Auto Bild, Osram und dem Zentralverband der Augenoptiker.

Tausende Spannbanner an verkehrsreichen Straßen und Brücken weisen Autofahrerauf den  Licht-Test hin. „Die Verkehrswachten unterstützen die Aktion von Beginn an und stellen  alleine in Hessen über 700 Werbebanner für die Verkehrssicherheitsaktion zur Verfügung“, sagte Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, die dieses Projekt hessenweit finanziell und personell unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag auf Hessens Straßen leistet.
Matthias Feltz,  Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen, betont: „Seit vielen Jahren unterstützt der ADAC die Licht-Test-Wochen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Aktion einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leistet, denn es wird nicht nur die Funktionstüchtigkeit sicherheitsrelevanter Technik geprüft, sondern auch die Sensibilität der Autofahrer für saisonale Veränderungen im Straßenverkehr erhöht.“

„Die hessische Polizei wird bei Kontrollen und Aufklärungsaktionen verstärkt auf  die Licht-Test-Plakette 2016 und eine intakte Fahrzeugbeleuchtung achten“, sagte der Polizeipräsident der Stadt Frankfurt Gerhard Bereswill und erklärte,  dass die Licht-Test-Plakette bei Polizeikontrollen  eine geprüfte Beleuchtungsanlage signalisiere. Im vergangenen Jahr habe die hessische Polizei an rund 21.000 die Beleuchtungseinrichtung kontrolliert - bei jedem vierten habe es Grund zur Beanstandung gegeben. Das zeige, wie notwendig diese Aktion sei, betonte G. Bereswill.

Abschließend erklärte Staatsminister Al-Wazir: „Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Die Licht-Test-Wochen unterstützen uns dabei und natürlich freut es mich sehr, dass wir den heutigen symbolischen Licht-Test an einem Elektrofahrzeug durchführen. Die Landesregierung nutzt alle ihre Möglichkeiten, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen.“

lichttest 2016
von rechts: G. Bereswill, M. Feltz, T. Al-Wazir, J. Karpinski und K. Ruppelt

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