News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Sicher durch den Schleier

Richtiges Verhalten beim Fahren im Nebel

Schlechte Sichtverhältnisse, ein zu geringer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und eine nicht angepasste Geschwindigkeit sind die Hauptgründe für Verkehrsunfälle bei Nebel. In 2015 verunglückten 456 Menschen bei nebelbedingten Unfällen, elf davon starben.

Das Fahren bei Nebel erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen rät: Fahrer sollten jede Ablenkung vermeiden und weder laut Musik hören noch während der Fahrt telefonieren. Besonders wichtig ist aber, die Fahrgeschwindigkeit anzupassen und immer genügend Abstand zu halten. Bei Nebel erscheinen Gegenstände weiter entfernt als sie es sind. Sich an den Rücklichtern vorausfahrender Autos zu orientieren, ist nicht ratsam. Stattdessen können die Leitpfosten am Fahrbahnrand zur Abschätzung genutzt werden. Auf Landstraßen und Autobahnen stehen sie in einem Abstand von 50 Metern.

Als Faustregel gilt: Abstand ist gleich Geschwindigkeit. Wenn Sie also 50 Meter weit sehen können, sollten Sie keinesfalls schneller als 50 km/h fahren. Bei einer Sichtweite unter 50 Meter ist die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sogar vorgeschrieben (StVO § 3 Abs. 1), wobei es dann meist sinnvoll ist, noch langsamer zu fahren.

Nebelschlussleuchten dürfen Autofahrer erst benutzen, wenn die Sichtweite nebelbedingt weniger als 50 Meter beträgt. Sobald sich die Sichtverhältnisse gebessert haben, müssen Autofahrer die Schlussleuchten ausschalten, damit sie den nachfolgenden Verkehr nicht blenden. Zusätzlich schreibt die Straßenverkehrsordnung vor: „Behindert Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich, dann ist auch am Tage mit Abblendlicht zu fahren.“ (StVO §17,3). In diesem Fall dürfen auch die Nebelscheinwerfer eingeschaltet sein.

Der Präsident der Landesverkehrswacht weist darauf hin: Die erhöhte Konzentration machen Nebelfahrten besonders anstrengend. Legen Sie eine Pause ein, wenn die Augen ermüden oder Sie sich unsicher fühlen. Nutzen Sie die Pause auch dazu, Scheinwerfer und Leuchten abzuwischen und Schmutz und Feuchtigkeit zu beseitigen. Die Windschutzscheibe sollte regelmäßig von innen und außen geputzt werden.

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Sichtbar durch den Herbst!

Landesverkehrswacht Hessen rät: Sichtbar durch den Herbst!

Reflexmaterial in Herbst und Winter besonders wichtig

Kinder müssen auch bei schlechter Sicht und in der Dunkelheit auf dem Schulweg gut sichtbar sein. Ihre Eltern sollten deshalb darauf achten, dass vor allem die Kleidung der Kinder sowie der Ranzen großzügig mit Reflexmaterial ausgestattet sind, rät Klaus Ruppelt,  Präsident der Landesverkehrswacht Hessen e.V..

Das kann der Reflexstreifen auf dem Regenmantel sein, ein "Blinki" am Anorak, eine zusätzliche reflektierende Figur am Schulranzen oder eine Applikation auf dem Jackenärmel. Kinder, die zu dunkle Kleidung oder einen Ranzen ohne Reflexstreifen tragen, laufen Gefahr, von Autofahrern erst im letzten Augenblick oder gar zu spät erkannt zu werden. Darauf weist die Verkehrswacht angesichts der dunklen Jahreszeit hin.

Zur "Sicherheit durch Anziehen" gehört zusätzlich, dass Kinder eher helle als dunkle Garderobe tragen sollten. Ein gelber Regen-Poncho anstelle eines dunkelblauen ist dafür ein gutes Beispiel.

Die Schulanfänger, die zu Schuljahresbeginn durch die Verkehrswacht mit gelben Sicherheitsmützen ausgestattet worden sind, sollten diese reflektierende Kopfbedeckung sowie die mit fluoreszierenden Streifen versehene Sicherheitsweste, soweit vorhanden, aber nicht nur auf dem Schulweg sondern auch im Alltag  tragen.

Jedoch: Nicht nur für Kinder gilt: ‚Sicherheit durch Sichtbarkeit‘,  auch Erwachsene und im Besonderen ältere Verkehrsteilnehmer sollten sich in der dunklen Jahreszeit Kleidungsstücke anziehen, mit denen sie gut wahrgenommen werden, Autofahrer können sich viel eher auf einen frühzeitig sichtbaren Fußgänger einstellen, als auf eine dunkel gekleidete Gestalt, die plötzlich am Straßenrand auftaucht.

Dies zeigt auch folgende Umfrage-Ergebnis: 90 Prozent der Fahrer, die nachts in einen Unfall mit einem Fußgänger verwickelt sind, geben an, den Fußgänger nicht gesehen zu haben – bei Tagunfällen mit Fußgängern sagen dies nur 19 Prozent der Fahrer.

Viele moderne Jacken besitzen bereits sinnvolle Details wie reflektierende Reißverschlusstaschen oder Ärmelbündchen. Rundum-Reflektoren sind zudem besser als ein einzelner, da sie eine 360 Grad-Sichtbarkeit begünstigen und andere Verkehrsteilnehmern die Bewegungen besser wahrnehmen können.
Wer nicht mit auffälligen Jackenfarben auf die Straße gehen möchte, kann seine Sichtbarkeit bereits durch retroreflektierende Streifen zum Aufnähen oder Aufbügeln verbessern. Gut geeignet zum Anbringen von zusätzlichen Reflektoren sind zudem Taschen oder Rucksäcke.

Aber: Helle Reflektoren sind besser als dunkle.
Da die "Lichtkonkurrenz" im morgendlichen Straßenverkehr sehr groß ist, reicht ein einzelnes reflektierendes Accessoire oft nicht aus. Die reflektierenden Materialien sollten deshalb auf Arme, Beine und Oberkörper gleichermaßen verteilt werden. Je heller die Reflexion ausfällt, desto sicherer. Deshalb sind helle, silberne oder weiße Reflektoren besser geeignet als rote oder blaue.
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Buslotsen Landeswettbewerb 2016

Buslotsen der Wigbertschule Hünfeld
erfolgreich beim hessischen Landeswettbewerb

Hanna Zdiarstek, Schülerin und Buslotsin der Wigbertschule, ist Siegerin im Landeswettbewerb der hessischen Buslotsen; aber auch ihr Mitschüler Lucas Laibach erreichte einen hervorragenden dritten Platz, nur Tom Schuldt, GS Solms, gelang es, sich zwischen ihnen als Zweitbester zu platzieren.

Freundlich und höflich aber auch bestimmend und couragiert soll ein Buslotse sein. Dies sind nur einige Eigenschaften der langen Liste an Kompetenzen, welche die 29 der besten Buslotsen Hessens beim Landeswettbewerb im Deutschen Feuerwehrmuseum unter Beweis stellen mussten.

Zu ihrem 11. Landeswettbewerb für Schulwegbegleiter hatte die Landesverkehrswacht Hessen nach Fulda in das Deutsche Feuerwehrmuseum eingeladen. Die Lotsen, die durch besondere Leistungen schulintern sowie durch bemerkenswertes Interesse auf sich aufmerksam gemacht haben, indem sie in der zurückliegenden Zeit routiniert und engagiert an ihrer Schule den Dienst für ihre Mitschüler versehen haben, hatten sie sich als Teilnehmer für den Wettbewerb qualifiziert.

Ein guter Buslotse muss überzeugend auftreten und auch durchgreifen können, um sich Gehör zu verschaffen. Er trägt zur Vermeidung von Unfällen bei und stellt eine große Erleichterung für Busfahrer dar, die sich durch das Mitwirken des Scouts voll auf den Verkehr auf Hessens Straßen konzentrieren können, so Klaus Ruppelt, Präsident der LVW in seiner Begrüßung; die mehr als 1000 Buslotsen, die landesweit ehrenamtlich tätig sind, seien ein unverzichtbarer Baustein für die Schulwegsicherheit ihrer Mitschüler und würden daher eine unschätzbare gesellschaftliche Wertschätzung genießen.

Bei dem Wettbewerb, der sowohl aus einem Wissenstest, einem Reaktionstest, Rollenspielen und einem Teamspiel bestand, hatten die Buslotsen nicht nur die Gelegenheit, ihr theoretisches Wissen unter Beweis zu stellen, sondern dieses auch gleich anzuwenden. Sie wurden in Zweier-Teams gelost und mussten Situationen aus ihrem alltäglichen Einsatzbereich in einem Bus und an der Haltestelle simulieren. Dabei übernahm der eine Partner die Rolle des Scouts, der andere die Rolle des Störers.  Beim Teamspiel mussten die Buslotsen einen Parcours auf Trockenski in einer vorgegebenen Zeit meistern. Alle Lotsen absolvierten diesen mit Bravour und erhielten somit die volle Punktzahl. Ein weiteres Element des Wettbewerbs stellte der Wissenstest dar, der die Lösung wichtiger Fragen speziell für Buslotsen enthielt. Auch der Reaktionstest, bei dem es um das „Wechselspiel“ zwischen Gas- und Bremspedal ging, musste gemeistert werden.

Nach dem Mittagessen war es dann Zeit für die Siegerehrung. Fuldas Bürgermeister  Dag  Wehner ergriff als erster das Wort. Es sei ihm eine Freude, die Buslotsen in Fulda willkommen heißen zu dürfen, denn ihre Aufgabe erfordere sehr viel Fingerspitzengefühl.

„Mir liegt viel daran, dass die Arbeit der Buslotsen fortgeführt wird, denn schließlich ist eure Arbeit nichts Selbstverständliches“, legte auch Erster Polizeihauptkommissar Dieter Rosenberger, der den Präsidenten des Polizeipräsidiums Osthessen vertrat, dar.

Die Siegerehrung  nahmen der Präsident der LVW und BM Wehner gemeinsam vor. Sie ehrten besonders die Siegerin Hanna Zdiarstek,  Wigbertschule in Hünfeld, den zweitplatzierten Tom Schuldt, GS Solms und den dritten Lukas Laibach, ebenfalls Wigbertschule. Zufrieden zeigten sich auch die weiteren Schüler, die gemeinsam mit dem 7. Rang eine gute Platzierung erzielt hatten. Alle teilnehmenden Buslotsen erhielten eine Urkunde und ein Präsent. Die ersten drei Sieger bekamen zusätzlich einen Geldpreis überreicht.

"Mit diesem Wettbewerb wollen wir die Motivation für den ehrenamtlichen Einsatz der Buslotsen fördern und ihre soziale Kompetenz stärken, zugleich den Schülern unseren Dank aussprechen", beendete Klaus Ruppelt den Wettbewerb und betonte zugleich, „dieser Wettbewerb ist einmalig in Deutschland".

buslotsen wettbewerb 2016

Foto v. re.: Tom Schuldt, Hanna Zdiarstek, Lukas Laibach und Klaus Ruppelt

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