News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Schulanfang

ANFÄNGER

Weil Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind, weil sie aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern gehören, widmen ihnen nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Verkehrswachten besondere Aufmerksamkeit.Grundschulkinder sind schnell von äußeren Reizen abgelenkt, können Geschwindigkeiten nicht einschätzen und erkennen gefährliche Situationen erst dann, wenn sie eingetreten sind. schulanfang

Hinzu kommen Freude und Aufregung für die ersten Schultage, die die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken.

Klaus Ruppelt,  Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, bittet deshalb: „Fahren Sie in Wohngebieten und auf Straßen im Einzugsbereich von Schulen langsam und vorausschauend. Tempo 30 rund um eine Schule ist oftmals zu schnell – seien Sie jederzeit bremsbereit.“

Viele Verkehrswachten, so auch die 32 hessischen Verkehrswachten, die in ihrem Betreuungsbereich  leuchtend-gelbe Spannbänder in unmittelbarer Nähe von Schulen angebracht haben, wollen so auf den Schulbeginn aufmerksam machen. Um den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, setzt sich die Verkehrswacht  zudem für polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen im Umkreis von Schulen ein. „Autofahrer verhalten sich in Tempolimit-Zonen, in denen regelmäßig Verkehrsmessungen durchgeführt werden, angepasster“, erläutert Klaus Ruppelt. „Sie sind eher bereit, vorsichtig und umsichtig zu fahren. Dadurch erhöht sich die Sicherheit der Schulkinder, was uns eine Herzensangelegenheit ist.“

Am 26. August enden in Hessen die Sommerferien, dann werden wieder vermehrt Schulkinder mit gelben Mützen im gelbe-mützeStraßenbild wahrzunehmen sein. Autofahrer sind gefordert, auf Schulwegen und vor Schulen besonders vorsichtig zu fahren und sich rücksichtsvoll zu verhalten. Gerade jüngere Schulkinder gehören aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern, die auf das Verständnis anderer angewiesen sind.

Die gut gemeinten „Elterntaxis“, die sich dann wieder vor Schulen sammeln, tragen nicht zur Verkehrssicherheit der Kinder bei.

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sich Autofahrer in Tempolimit-Zonen, in denen regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden, vorbildlicher verhalten und eher bereit sind, die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten.

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Schüler helfen Schülern

Hessens bester Schülerlotse kommt aus Wetzlar

Seit über 60 Jahren sorgen Hessens Schülerlotsen unter dem Motto: Schüler helfen Schülern für Verkehrssicherheit auf dem Schulweg mit dem Anspruch, Schulwegunfälle zu vermeiden! In Hessen leisten im Betreuungsbereich von 9 örtlichen Verkehrswachten etwa 500 Schülerlotsen ihren ehrenamtlichen Dienst.

Die Landesverkehrswacht Hessen veranstaltet alljährlich einen Wettbewerb, zu dem die Schülerlotsen, die sich sämtlich regional durch ihr besonderes Interesse und Engagement qualifiziert hatten, in diesem Jahr am 07. Juli zu einem spannenden Finale in die Räumlichkeiten der Dekra-Niederlassung in Frankfurt ein, um den landesbesten Lotsen oder die beste Lotsin zu ermitteln.

19 Schülerlotsen, davon 4 Schülerlotsinnen, offiziell „Verkehrshelfer“ genannt, die sich auf den Wettbewerb vorbereitet hatten, waren der Einladung gefolgt.

Der Präsident der Landesverkehrswacht, Klaus Ruppelt, dankte zunächst dem Niederlassungsleiter, Herrn Jens Petersdorff, für seine Gastfreundschaft und begrüßte dann die Schülerlotsen aus Frankfurt, Limburg, Wetzlar, Darmstadt, Fulda, Petersberg und Künzell. Er lobte ihr Engagement und erklärte: „Ihr seid das Markenzeichen der Verkehrswacht, euer Leitmotiv ist die Unfallverhütung! Dafür verdient Ihr Lob und Anerkennung nicht nur von der jeweiligen Schule, von den Eltern der Schulkinder, die ihr schützt, sondern auch vor allem von den politisch Verantwortlichen. Denn dort, wo ihr alltäglich auf Hessens Straßen für Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer sorgt, ist in den über 60 Jahren der Schülerlotsentätigkeit noch kein einziger Schüler schwer verletzt oder sogar getötet worden. Das ist zu einem ganz großen Teil Euer Verdienst. Vielen Dank dafür!“

Insbesondere begrüßte er die Ehrengäste, die durch ihr Erscheinen die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements der versammelten jungen Menschen bezeugten, so den Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Frankfurt Stephan Siegler, den Vertreter des Staatlichen Schulamts, Herr Mag, sowie Vertreter der Polizei.

S. Siegler lobte das ehrenamtliche Engagement der Lotsen, die für die Sicherheit ihrer Mitschüler sorgten, hob ihr vorbildliches Verhalten hervor und dankte den Organisatoren für ihren anerkennenswerten Einsatz. Herr Mag brachte im Rahmen seiner anerkennenden Worte auch seine persönliche Erfahrung als ehemaliger Rektor einer Grundschule ein, in dem er seine positiven Erlebnisse aus dem von ihm begleiteten Schülerlotsendienst besonders hervorhob

Im Rahmen des Wettbewerbs mussten die Schülerlotsen insgesamt vier Aufgabenbereiche bewältigen. Die erste Hürde stellte  ein Wissenstest mit 19 Fragen rund um den Schülerlotsendienst dar; der sich anschließende Test prüfte die Reaktionsfähigkeit der Lotsen. Danach mussten die Schülerlosten im Zweierteam  eines Rollenspiels eine Spielszene aus ihrem tagtäglichen Einsatz durchspielen.  

Stadtverordnetenvorsteher S. Siegler, ein „gelernter“ Polizist, übernahm mit Vergnügen und Engagement den Part eines Juroren und wertete die „schauspielerische“ Qualität der Lotsen.

Bei dem sich anschließenden Trocken-Ski-Slalom, den jeweils zwei zugeloste Wettbewerber zu absolvieren hatten, musste durch Schnelligkeit und Geschicklichkeit Teamfähigkeit bei der Bewältigung des Parcours bewiesen werden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen nahmen der Präsident und der Stadtverordnetenvorsteher gemeinsam die Siegerehrung vor. Moritz Hief, Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule, Wetzlar errang den ersten Platz, Elias Ott, Lichtenbergschule, Darmstadt belegte den zweiten und Albert Voigtländer-Tetzner, ebenfalls Freiherr-v.-Stein-Schule, erzielte den dritten Platz.

Der Erstplatzierte Moritz Hief wird Hessen bei dem Bundesschülerlotsenwettbewerb im September in Fulda vertreten und sich dabei mit den Besten der anderen 15 Bundesländer messen.

Alle Schülerlotsen erhielten eine Urkunde und ein Präsent, die Siegreichen zusätzlich einen Geldpreis.

Alle Teilnehmer des Wettbewerbs zeigten sich zufrieden mit der Veranstaltung.

schülerlotsen

Irrtümer über das Radfahren

Landesverkehrswacht Hessen  informiert:
Drei verbreitete Irrtümer über das Radfahren

Immer wieder stellt sich für Verkehrsteilnehmer die Frage, wie das Miteinander auf der Fahrbahn geregelt ist. Insbesondere zum Verhältnis von Autofahrern und Radfahrern gibt es Aufklärungsbedarf. Der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, Klaus Ruppelt klärt drei populäre Irrtümer auf.

Irrtum 1: Fahrradfahrer gehören immer auf den Radweg

Den Radweg müssen Fahrradfahrer nur benutzen, wenn er mit einem der drei blauen Radwegschilder (Zeichen 237, 240 oder 241) gekennzeichnet ist. Allerdings müssen die ausgeschilderten Radwege nur dann benutzt werden, wenn sie befahrbar und zumutbar sind. Ist der Radweg durch Scherben, Mülltonnen oder parkende Autos versperrt, wird er durch Baumwurzeln und aufgeworfenen Belag für Radfahrer gefährlich, dürfen Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen. Auch, wenn der Radweg in eine andere Richtung führt (zum Beispiel bei Abbiegewünschen) kann sich der Radfahrer auf der Fahrbahn einfädeln.

Irrtum 2: Fahrradfahrer müssen immer hintereinander fahrenradfahren

Auch wenn es häufig sicherer ist, hintereinander zu fahren, dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, sofern sie dabei nicht den Verkehr behindern (§ 2, Abs. 4 StVO). Nach § 27, Abs. 1 StVO gelten mehr als 15 Radfahrer als geschlossener Verband. Sie dürfen zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren – was auch für Autofahrer von Vorteil ist, da eine lange einreihige Schlange sich deutlich langsamer fortbewegt und riskanter zu überholen ist. In Fahrradstraßen ist das Nebeneinanderfahren grundsätzlich erlaubt.

musik

 

 

Irrtum 3: Musikhören auf dem Fahrrad ist verboten

Grundsätzlich ist es erlaubt, auf dem Fahrrad Musik zu hören. Allerdings gilt laut § 23, Abs. 1 Satz 1 StVO: „Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.“ Radfahrer müssen also gewährleisten, dass sie den Straßenverkehr ausreichend wahrnehmen und vor allen Dingen Warnsignale wie Klingeln oder Hupen hören.

Generell sollten sich Radfahrer genau überlegen, wann sie wie Musik hören – schließlich gilt das Gehör neben dem Auge als wichtige Absicherung im Straßenverkehr. Studien ergaben, dass auch Musik in der Lautstärke eines normalen Gesprächs die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung beeinträchtigt.

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