News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Ministerbesuch

Der Vorsitzende der Verkehrswacht Wetzlar besucht Minister Tarek Al-Wazir

Auf Einladung von Staatsminister Tarek Al-Wazir nahm der Vorsitzende der Verkehrswacht Wetzlar Klaus Ruppelt in seiner Funktion als Präsident der Landesverkehrswacht Hessen kürzlich die Gelegenheit wahr, dem Minister die wichtigen Themen aber auch die aktuellen Probleme die Verkehrssicherheit  der hessischen Verkehrswachtfamilie  vorzutragen. Das von der Politik als  besonders wichtig eingeschätzte Thema „Nahmobilität in Hessen“ war sowohl für den Minister als auch für die Verkehrswacht von großer Bedeutung. Bereits im schwarz-grünen Koalitionsvertrag der Landesregierung wurde die Bildung der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) vereinbart. Nahmobilität umfasst  urbanen Fußverkehr und Fahrradmobilität, öffentlichen Verkehr und die Verbindung zwischen diesen Verkehrsträgern. Eine sichere und bewusste Mobilität hat für alle Altersgruppen, da war man sich einig, einen hohen Stellenwert. Da konnte der Präsident der LVW anmerken, dass das Spektrum der Verkehrssicherheitsarbeit und der Zielgruppen der Verkehrswacht vielseitig sei. Der Minister wies darauf hin, dass das Radfahren in Hessen voran gebracht werden müsse. Dabei gehe es um mehr Verkehrssicherheit, bessere Gesundheit durch Bewegung und um umweltfreundliches Mobilitätsverhalten.  Auch merkte der Minister an, dass der Trend der Verkehrsministerkonferenz dazu neige, im Einzugsbereich von Schulen, Kindertagesstätten und Seniorenheimen  die Geschwindigkeit vermehrt  auf 30km/h zu beschränken. Klaus Ruppelt wies darauf hin, dass das Verkehrsministerium, ADAC Hessen/Thüringen, die LVW und ihre örtlichen Verkehrswachten mit dem Einsatz von Dialog-Displays dieses Ziel ebenso verfolgten.

Das Gespräch beinhaltete auch den hessenweiten ehrenamtlichen Einsatz der Schülerlotsen, deren  Tätigkeit der Schulwegsicherung  ihrer Mitschüler nicht genug wertgeschätzt werden könne.

Voller Stolz konnte K. Ruppelt resümieren: Das Gespräch hat sich gelohnt.

Tempo 30 vor Schulen

Die Landesverkehrswacht Hessen fordert:

Mehr Tempo 30-Zonen vor Schulen

Die Landesverkehrswacht Hessen e.V. begrüßt den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz von Oktober 2015, durch den diese den Bund zu Anpassungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Bereichschulweg tempo 30 innerörtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen auffordert.

Die LVW Hessen setzt sich schon seit langem für mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen und -überprüfungen an Straßenabschnitten ein, die besonders häufig von sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Hierzu gehören Kindertageseinrichtungen und Schulen, da Kinder entwicklungsbedingt die Gefahren des Straßenverkehrs noch nicht verstehen.

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D.: „Kindern gebührt eine Schutzzone gerade an den Orten, die sie regelmäßig besuchen. Daher würde die LVW Hessen eine obligatorische Einrichtung von Tempo 30-Zonen im Einzugsbereich von Schulen und Kindertagesstätten sehr begrüßen.“



Die Verkehrsminister der Länder sehen Regelungsbedarf und die Umkehrung des Regel-Ausnahmeverhältnisses insbesondere vor allgemeinbildenden Schulen und sozialen Einrichtungen, beispielsweise Kindertagesstätten, aber auch Seniorenheimen und Krankenhäusern. Dort ist nach Ansicht der Verkehrsministerkonferenz grundsätzlich und nicht nur in Ausnahmefällen eine besondere Gefahrenlage gegeben, weshalb sie sich für eine Anordnungserleichterung von Tempo 30-Zonen an sensiblen Streckenabschnitten ausspricht.

Die LVW Hessen verspricht sich von einer Änderung der Anordnungsvoraussetzung für Tempo 30-Zonen mehr Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmergruppen, die aufgrund ihres Alters oder körperlicher und mentaler Einschränkungen mehr Schutz benötigen.

Verkehrszeichen und Regeln

Ganz schön viele Verkehrszeichen und Regeln in Deutschland!

Die KVW Fulda bildet jugendliche Flüchtlinge zu sicherenFußgängern und Fahrradfahrern aus. Verkehrssicherheitsarbeit erfordert Zeit und Engagement von beiden Seiten!

Ja, wir schaffen das...

...sagten im Jahr 2015 mehr als 100 jugendliche Flüchtlinge, die an den von Moderatoren der KVW Fulda an dreitägigen Grundkursen zum sicheren Fußgänger und Radfahrer teilnahmen. Hierbei handelte es sich um in zehn Wohngruppen im Landkreis Fulda lebende jugendliche Flüchtlinge.

Die Jugendlichen waren mit Begeisterung bei der Sache, als der Moderator und Verkehrsexperte Gerhard Brink ihnen die Verkehrszeichen und -regeln fürs Fahrradfahren erklärte, was alles an ein verkehrssicheres Fahrrad gehöre, wo Radfahrer fahren müssten, wer vorfahrtsberechtigt sei und wo man als Fußgänger gehen müsse.

Viele Regeln und staunende Gesichter, aber die jungen Flüchtlinge wollten vieles wissen und waren vor allem überwältigt von den vielen Verkehrszeichen, die für Fußgänger und Radfahrer Bedeutung haben.

Auch nach dem jeweils dreistündigen Stunden Unterricht war der Wissensdurst der Jugendlichen noch immer nicht gestillt.

Die Ausbildung zum sicheren Verkehrsteilnehmer und zum Erwerb des „Fahrradführerscheins“ dauerte insgesamt drei Tage und endete mit einer schriftlichen Prüfung sowie einer Teilnahmebestätigung.

Aber nicht nur die Theorie sondern auch die Praxis waren Bestandteil der Ausbildung. Nach einem Übungskurs im Schonraum, d.h. auf einem Parkplatz, Schulhof oder Sportplatz, bei dem die Jugendlichen zunächst mit den vom Moderator zur Verfügung gestellten Fahrrädern vertraut gemacht wurden, folgte das Üben des einarmigen Kreisfahrens, der Schulterblick und das sichere Bremsen.

Anschließend wurde das Erlernte im realen  Straßenverkehr umgesetzt. In Kleingruppen mit vier bis sechs Teilnehmern wurde fast eineinhalb Stunden intensiv geübt.

An der Spitze fuhr der Moderator während ein Betreuer die Radfahrer nach hinten absicherte. Natürlich trug jeder einen Fahrradhelm und eine Warnweste zur besseren Erkennbarkeit und Sicherheit.

Auch praktische Tipps wie das Linksabbiegen auf einer stark befahrenen Straße und auch das indirekte Linksabbiegen unter nutzen der Fußgängerampel eingeübt.

Von den über 100 Teilnehmern erhielten bis auf drei eine Teilnahmeurkunde vom Moderator. Ihren „Fahrradführerschein“ nahmen sie voller Stolz in Empfang.

Gerhard Brink ist sich sicher, dass weitere Ausbildungsveranstaltungen folgen werden.

fahrradtraining 2016