News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Weihnachtsmarkt

„Wer fährt, trinkt nicht –
                    wer trinkt, fährt nicht“

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehört für viele Menschen zur Adventszeit dazu. Ob mit Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen – die Verabredung auf einen Glühwein bei kalten Temperaturen freut jeden. Wer danach mit dem Auto nach Hause fahren möchte, sollte auf alkoholfreie Alternativen umsteigen.

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen rät allen Autofahrern, die Devise „Wer fährt, trinkt nicht; wer trinkt, fährt nicht“ zu verinnerlichen.   Glühwein ist besonders tückisch: Da er nach Angaben des Deutschen Weininstituts mindestens sieben Prozent Alkohol haben muss und meist stark gesüßt ist, ist er „süffig“ und „verlangt nach mehr“.

Allerdings geht der Alkohol dank des hohen Zuckergehalts und der Wärme rasch ins Blut; je nach Statur und Körpergewicht ist die 0,3 Promillegrenze schnell erreicht, bei der erste Ausfallerscheinungen auftreten können. Autofahrer, die mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut haben, begehen – auch ohne Anzeichen von Fahrsicherheit oder der Verursachung eines Verkehrsunfalls – eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu dreitausend Euro geahndet werden kann (§ 24a StVG). Für Fahranfänger und für Autofahrer unter 21 Jahren gilt das absolute Alkoholverbot (§ 24c Abs. 1 StVG).

Alkohol kann die Fahrtüchtigkeit enorm beeinträchtigen; die Reaktionszeit und die Wahrnehmungsfähigkeit können bereits bei kleinen Mengen nachlassen. Auch  Veränderungen beim Sehen können auftreten: Die Fahrer können Farben nicht mehr richtig erkennen, die Augen werden lichtempfindlicher und das Blickfeld verengt sich. Alle Symptome erhöhen das Unfallrisiko. Ermüdung, eine erhöhte Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung verschärfen die Problematik.

Wer auf dem Weihnachtsmarkt auf den Genuss von alkoholischen Getränken nicht verzichten möchte, lässt am besten das Auto stehen und fährt mit Bus, der Bahn oder dem Taxi. Als angenehmer Nebeneffekt entfällt die Suche nach einem Parkplatz in den ohnehin übervollen Innenstädten und die Nerven bleiben geschont.

Viele Mängel beim Licht-Test

Wiesbaden.

Schlechtes Licht in Hessen.

Auf 34,7 Prozent und damit 2,5 Punkte über dem Bundesdurchschnitt ist die Mängelquote beim Licht-Test gestiegen.
11.733 Auswertungen von geschätzten 320.000 Tests zeigten bei 4.070 Pkw Mängel.
Erneut gestiegen auf rund elf (Vorjahr: 10,0) Prozent sei die Zahl der zu hoch eingestellten Scheinwerfer.
Dies löse eine gefährliche Blendwirkung auf dunklen und nassen Straßen im Begegnungsverkehr aus.
Jürgen Karpinski, Präsident des hessischen Kfz-Gewerbes verwies auch auf die Mängel beim Bremslicht.
5,3 (Vorjahr: 4,4) Prozent Mängelquote seien bei den Überprüfungen im Oktober registriert worden. Die gesamte Mängelquote sei zu hoch. Auf den Pkw-Bestand in Hessen hochgerechnet bedeute sie nämlich, dass von den rund 3,5 Millionen Pkw 1,2 Millionen Mängel haftet unterwegs seien.
Ursachen seien das unverändert steigende Fahrzeugalter in Kombination mit einem schwachen Wartungsbewusstsein.
Karpinski rief die Autofahrerinnen und Autofahrer in Hessen auf, vor allem während der dunklen Jahreszeit verstärkt
auf eine intakte Beleuchtungsanlage des Autos zu achten. Sehen und gesehen werden gelte uneingeschränkt,
sagte der Verbandspräsident.

Wörtlich: "Licht ist Sicht ist Sicherheit."


Der Licht-Test im Oktober ist eine Gemeinschaftsaktion des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes
und der Deutschen Verkehrswacht unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers.

Licht Test 2015

Schneit es morgen?

Eine fatale Frage…

Wir Menschen können fast alles verändern. Aber keinesfalls das Wetter. Das ist eine Erkenntnis, die vor allem für Teilnehmer am Straßenverkehr wichtig ist. Bei Beachtung dieser Erkenntnis hätten viele Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Ausgang vermieden werden können.

Es liegt also an uns, so die Einschätzung von Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Mitglied der Initiative „Sicher unterwegs in Hessen“

Zum Glück ist das ganz einfach. Wie sagt das Sprichwort so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte, weil unangepasste Kleidung. Und was für uns selbst und unsere Kleidung gilt, muss auch für unsere Fahrzeuge gelten. Bei uns Menschen kommen die Sommersachen zu Beginn der kalten Jahreszeit in den Schrank. Wenn Sie diese Regel konsequent auf Ihr Fahrzeug übertragen, fahren wir alle zusammen sicherer – und können damit sogar Leben retten!

Reifen für Schnee und Eis - seit 2010 gesetzlich vorgeschrieben!

Seit Dezember 2010 gilt in Deutschland die geänderte Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Sie verpflichtet zur Benutzung wintertauglicher Reifen. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen motorisierte Verkehrsteilnehmer nur mit Winter- oder Ganzjahresreifen fahren.

Nach geltendem Recht werden Verstöße jetzt also mit Bußgeld und Eintragung in die „Verkehrssünderkartei“ geahndet. Es muss uns allen klar sein: Wenn es plötzlich „wintert“, ist auch das Argument  „ich habe damit ja nicht gerechnet“ keine Entschuldigung. Kommt es zu einem Unfallschaden, kann das unter Umständen teuer werden. Gerade bei Vollkasko-Schäden mit „untauglichen Reifen“ kann auch Ihre Versicherung die Leistung kürzen.

Merke: Wer sich und sein Fahrzeug rechtzeitig gut vorbereitet, wird auch keine Probleme bekommen.

Hätten Sie es gewusst? Die Winterreifenpflicht gilt auch für LKW und Motorräder! LKW müssen mindestens auf der Antriebsachse mit Winterreifen ausgestattet sein.

Die einfachste Regel lautet so: Winterbereifung – von O bis O!“

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, ab wann mit winterlichen Verhältnissen gerechnet werden muss? Als Verkehrsteilnehmer sollten Sie mit dem Reifenwechsel nicht so lange warten, bis der Wetterbericht den Winter einläutet – und das schon aus Termingründen.
Von O bis O – wenn Sie Ihr Fahrzeug von Oktober bis Ostern wintertauglich halten, sind Sie in aller Regel auf der sicheren Seite. Diese wirklich einfache Regel trifft in aller Regel wirklich sehr gut. Warum? Dafür gibt es einen einfachen, aber wichtigen Grund: Die „ von O bis O“-Regel hat eine handfeste physikalische Ursache:

Hätten Sie es gewusst?
Unter einer Temperatur von nur 7 Grad Celsius lassen die Fahreigenschaften von Sommerreifen deutlich nach.
Also: Schauen Sie auf den Kalender – wird es nicht langsam Zeit, sich um dieses Thema zu kümmern?

Die richtigen Reifen für den Winter – so sind Sie zu erkennen!

Es bleibt die Frage: Welche Arten von Reifen sind „wintertauglich“ und woran sind sie zu erkennen?

Beginnen wir mit der ersten und wichtigsten Frage: Das neue „Winterreifen-Gesetz“ erlaubt echte Winterreifen und Ganzjahres-Reifen (auch Allwetterreifen genannt). Zulässige Winterreifen erkennen Sie an folgenden Kennzeichnungen an der Reifenflanke:

M + S

M/S

M.S.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal kann das Schneeflocken-Symbol sein.

Wichtig: Ebenso wie Sommerreifen müssen Winterreifen eine ausreichende Profiltiefe aufweisen.

Hätten Sie es gewusst? Winterreifen „arbeiten“ optimal bei einer Profiltiefe von 12 mm. Auch wenn der Gesetzgeber 1,6 Millimeter vorschreibt, sollte das Profil mindestens vier Millimeter tief sein.

Präsident Klaus Ruppelt weist darauf hin: Wenn das Profil sich der Tiefe von 4 mm nähert, verlängert sich der Bremsweg gegenüber dem Optimum erheblich!