News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Tempo 30 vor Schulen

Die Landesverkehrswacht Hessen fordert:

Mehr Tempo 30-Zonen vor Schulen

Die Landesverkehrswacht Hessen e.V. begrüßt den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz von Oktober 2015, durch den diese den Bund zu Anpassungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Bereichschulweg tempo 30 innerörtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen auffordert.

Die LVW Hessen setzt sich schon seit langem für mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen und -überprüfungen an Straßenabschnitten ein, die besonders häufig von sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Hierzu gehören Kindertageseinrichtungen und Schulen, da Kinder entwicklungsbedingt die Gefahren des Straßenverkehrs noch nicht verstehen.

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D.: „Kindern gebührt eine Schutzzone gerade an den Orten, die sie regelmäßig besuchen. Daher würde die LVW Hessen eine obligatorische Einrichtung von Tempo 30-Zonen im Einzugsbereich von Schulen und Kindertagesstätten sehr begrüßen.“



Die Verkehrsminister der Länder sehen Regelungsbedarf und die Umkehrung des Regel-Ausnahmeverhältnisses insbesondere vor allgemeinbildenden Schulen und sozialen Einrichtungen, beispielsweise Kindertagesstätten, aber auch Seniorenheimen und Krankenhäusern. Dort ist nach Ansicht der Verkehrsministerkonferenz grundsätzlich und nicht nur in Ausnahmefällen eine besondere Gefahrenlage gegeben, weshalb sie sich für eine Anordnungserleichterung von Tempo 30-Zonen an sensiblen Streckenabschnitten ausspricht.

Die LVW Hessen verspricht sich von einer Änderung der Anordnungsvoraussetzung für Tempo 30-Zonen mehr Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmergruppen, die aufgrund ihres Alters oder körperlicher und mentaler Einschränkungen mehr Schutz benötigen.

Verkehrszeichen und Regeln

Ganz schön viele Verkehrszeichen und Regeln in Deutschland!

Die KVW Fulda bildet jugendliche Flüchtlinge zu sicherenFußgängern und Fahrradfahrern aus. Verkehrssicherheitsarbeit erfordert Zeit und Engagement von beiden Seiten!

Ja, wir schaffen das...

...sagten im Jahr 2015 mehr als 100 jugendliche Flüchtlinge, die an den von Moderatoren der KVW Fulda an dreitägigen Grundkursen zum sicheren Fußgänger und Radfahrer teilnahmen. Hierbei handelte es sich um in zehn Wohngruppen im Landkreis Fulda lebende jugendliche Flüchtlinge.

Die Jugendlichen waren mit Begeisterung bei der Sache, als der Moderator und Verkehrsexperte Gerhard Brink ihnen die Verkehrszeichen und -regeln fürs Fahrradfahren erklärte, was alles an ein verkehrssicheres Fahrrad gehöre, wo Radfahrer fahren müssten, wer vorfahrtsberechtigt sei und wo man als Fußgänger gehen müsse.

Viele Regeln und staunende Gesichter, aber die jungen Flüchtlinge wollten vieles wissen und waren vor allem überwältigt von den vielen Verkehrszeichen, die für Fußgänger und Radfahrer Bedeutung haben.

Auch nach dem jeweils dreistündigen Stunden Unterricht war der Wissensdurst der Jugendlichen noch immer nicht gestillt.

Die Ausbildung zum sicheren Verkehrsteilnehmer und zum Erwerb des „Fahrradführerscheins“ dauerte insgesamt drei Tage und endete mit einer schriftlichen Prüfung sowie einer Teilnahmebestätigung.

Aber nicht nur die Theorie sondern auch die Praxis waren Bestandteil der Ausbildung. Nach einem Übungskurs im Schonraum, d.h. auf einem Parkplatz, Schulhof oder Sportplatz, bei dem die Jugendlichen zunächst mit den vom Moderator zur Verfügung gestellten Fahrrädern vertraut gemacht wurden, folgte das Üben des einarmigen Kreisfahrens, der Schulterblick und das sichere Bremsen.

Anschließend wurde das Erlernte im realen  Straßenverkehr umgesetzt. In Kleingruppen mit vier bis sechs Teilnehmern wurde fast eineinhalb Stunden intensiv geübt.

An der Spitze fuhr der Moderator während ein Betreuer die Radfahrer nach hinten absicherte. Natürlich trug jeder einen Fahrradhelm und eine Warnweste zur besseren Erkennbarkeit und Sicherheit.

Auch praktische Tipps wie das Linksabbiegen auf einer stark befahrenen Straße und auch das indirekte Linksabbiegen unter nutzen der Fußgängerampel eingeübt.

Von den über 100 Teilnehmern erhielten bis auf drei eine Teilnahmeurkunde vom Moderator. Ihren „Fahrradführerschein“ nahmen sie voller Stolz in Empfang.

Gerhard Brink ist sich sicher, dass weitere Ausbildungsveranstaltungen folgen werden.

fahrradtraining 2016

HELAU! ALAAF!

Mit Kostüm hinters Steuer?

Masken und Kostüme gehören zum Karneval wie Kamelle und Umzüge. Für verkleidete Autofahrer gibt es allerdings keine Narrenfreiheit.

Wer sich kostümiert hinters Steuer setzen möchte, muss darauf achten, dass seine Verkleidung  weder seine Sicht oder das Gehör beeinträchtigen; andernfalls droht ein Verwarnungsgeld von 10 Euro. Zudem muss der Fahrer sich trotz Verkleidung uneingeschränkt bewegen können. Der Schulterblick oder eine schnelle, unvermittelte Reaktion müssen genauso wie Lenken oder Einparken jederzeit ungehindert möglich sein.

Für viele Karnevalsfreunde gehören aber auch alkoholische Getränke zu den närrischen Tagen. Jeder „Jeck“ sollte sich bereits vor der Feier klarmachen: „Wenn ich heute trinke, dann lasse ich den Wagen stehen.“ Der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, Klaus Ruppelt, rät daher allen Karneval-Fans, das eigene Fahrzeug zu Hause zu lassen und zu Faschingsfeiern und Karnevalsumzügen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

„Bereits geringe Mengen alkoholischer Getränke können die Fahrtüchtigkeit einschränken“, so der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen. „Zudem steigt die Risikobereitschaft, gerade bei Menschen, die fahruntüchtig sind. Statt darauf zu vertrauen, mit ein paar Bier noch fahren zu können, sollte die Devise ‚Wer fährt, trinkt nicht‘ gelten. Denn gerade in der Karnevalszeit setzt die Polizei vermehrt auf Verkehrskontrollen.

flschen

 

Strafbar macht sich bereits, wer mit mehr als 0,3 Promille Alkoholgehalt im Blut Auto fährt und Anzeichen von Fahrunsicherheit aufweist oder einen Verkehrsunfall verursacht. Ab 0,5 Promille begehen Autofahrer in jedem Fall eine Ordnungswidrigkeit, ganz gleich ob Anzeichen von Fahrunsicherheit vorliegen oder gar ein Unfall geschehen ist
(§ 24a StVG); außerdem droht ein Fahrverbot von einem Monat.