News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

3. Kongress AGNH

3. Nahmobilitätskongress der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen  (AGNH)

Am 3.5.18 fand im HOLM in Frankfurt der 3. Kongress der AGNH statt. Tarek Al-Wazir, der hessische Verkehrsminister  eröffnete ihn mit dem Statement „Nahmobilität – einfach machen“ und schlug dabei den Bogen von dem Beginn der Arbeit bis zu den Vorhaben der nächsten Jahre. Ganz klares Ziel: Hessen zum Vorreiter im Bereich Nahmobilität entwickeln.

Danach berichtet der Basler Regierungsrat über die Fortschritte, die Basel in diesem Bereich gemacht hat und die Unterschiede zu hessischen Vorhaben. In Fachforen ging es um den „Rad- und Fußverkehr im ländlichen Raum“, das „Schulische Mobilitätsmanagement“, Radschnellverbindungen und das Projekt „Stadtradeln“.

Die Landesverkehrswacht Hessen präsentierte sich als Gründungsmitglied im Umfeld mit den Themen „Elterntaxi- besser machen“ und „Bikeschools in Hessen“. Die Verkehrswächter aus dem Landesvorstand beteiligten sich rege an den Diskussionen zu den verschiedenen Themen  (Friedrich Schmidt, Frank Zimmer und Heinz Euler, sowie Claus Sterr von der Verkehrswacht Dieburg).

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Vizepräsident Heinz Euler im Gespräch mit Prof. Dr. Volker Blees von der Hochschule Rhein-Main und dem 2. Vorsitzendender Verkehrswacht Dieburg, Claus Sterr.

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Landesvorstandsmitglied Friedrich Schmidt im Gespräch mit Prof. Dr. Volker Blees von der Hochschule Rhein-Main und dem 2. Vorsitzenden der Verkehrswacht Dieburg, Claus Sterr am Stand der Landesverkehrswacht.

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Mit dem Wohnwagen sicher in den Urlaub

Schlafplatz im Schlepptaumit dem wohnwagen in den urlaub

Viele Menschen machen Urlaub mit Caravan oder Wohnwagen. Die besonderen Fahreigenschaften eines Caravans erfordern mehr Umsicht vom Fahrer. Nicht nur das Fahren eines Gespanns ist anspruchsvoller, aber auch die richtige Verteilung der Ladung ist für eine sichere Fahrt wichtig, so Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D.

Fahrzeug checken

Caravan-Urlaube sind in der Regel Sommerurlaube. Die meiste Zeit des Jahres stehen sie auf einem Ruheplatz, sodass sie vor Gebrauch durchgecheckt werden müssen. Funktionieren Elektro- und Wasseranlage? Sind auch Türen und Fenster noch dicht? Kontrollieren Sie außerdem Kupplung, Beleuchtung und den Zustand der Reifen. Letztere sollten über eine ausreichende Profiltiefe von etwa 4 Millimetern verfügen und nicht älter als 6 Jahre sein – sonst erlischt die Berechtigung für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Normalerweise darf ein Gespann mit höchstens 80 km/h bewegt werden, auch wenn Reifen und Anhänger für eine höhere Geschwindigkeit geeignet sind. Wenn das Zugfahrzeug allerdings über ABS verfügt und die zulässige Gesamtmasse des Anhängers unter dem Leergewicht des Autos liegt, kann der Fahrer eine Genehmigung für Tempo 100 bekommen.

Fahrverhalten ändert sich

Mit einem Caravan verändert sich das Fahrverhalten des Autos spürbar, denn das höhere Gewicht beeinflusst Bremsweg und Beschleunigung. Auch verlangen die Dimensionen des Anhängers eine angepasste Fahrweise, da er meist höher und breiter ist als das Zugfahrzeug. Dadurch verschlechtert sich die Sicht nach hinten, was mit speziellen Seitenspiegeln ausgeglichen wird. Die Größe beeinflusst auch den Kurvenradius und macht das Gespann anfälliger für Seitenwind. Der Fahrer muss dies vor allem bei eventuellen Überholvorgängen berücksichtigen und darf nicht zu früh einscheren. Beim Rangieren ist eine zweite Person zum Einweisen immer von Vorteil.

Richtig Verstauen

Grundsätzlich sollte im Anhänger alles fest verstaut sein, sodass bei einer Kurvenfahrt oder Gefahrenbremsung nichts herumfliegt. Schwere Dinge werden nach unten und in die Nähe der Caravan-Achse gepackt, um den Anhänger bei der Fahrt stabil zu halten. Wichtig ist, das Gewicht von Auto und Caravan im Auge zu behalten, um eine Überladung zu vermeiden. Auch das Gewicht der Insassen ist zu berücksichtigen – ein Blick in die Papiere lohnt sich, um zu prüfen, wieviel „Anhang“ gemäß der Stützlast überhaupt gezogen werden darf.

Wieviel Anhang ist erlaubt?

Generell darf jeder Inhaber der Fahrerlaubnis-Klasse B einen Anhänger bis 750 Kilogramm ziehen. Ist der Anhänger schwerer, darf das Gesamtgewicht des Gespanns 3,5 Tonnen nicht überschreiten. Da in einem Caravan schwere Dinge wie Gepäck und Ausstattung mitgeführt werden, sind die Grenzwerte schnell erreicht. Allerdings kann der Fahrer mit der Zusatzqualifikation B96 ein Gespann bis 4,25 Tonnen Gesamtgewicht bewegen. Dazu sind zusätzliche Überprüfungen in Theorie- und Praxiseinheiten in einer Fahrschule nötig. Eine Prüfung ist jedoch Voraussetzung nicht. Ist der Anhänger noch schwerer, ist die Fahrerlaubnis-Klasse BE notwendig, mit der bis zu 3,5 Tonnen gezogen werden dürfen.
Das Gewicht des Zugfahrzeugs darf jedoch in keinem Fall 3,5 Tonnen überschreiten.

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Verkehrssicherheit - eine europäische Aufgabe

Parlamentarischer Abend von DVW und DVR in der Österreichischen Botschaft in Berlin

Was hat der Verkehrsunfall um die Ecke mit Europa zu tun? Eine ganze Menge: hier vor Ort muss sich etwas ändern, damit das neue EU-Ziel zur Halbierung der Zahl an Schwerstverletzten in der nächsten Dekade erreicht werden kann.

Warum soll man nicht von den europäischen Nachbarn lernen und erfolgreiche Strategien konsequent kopieren? Bei allen nationalen und regionalen Gegebenheiten, Vorschriften oder Gewohnheiten – es geht immer darum, dass alle sicher ankommen. Doch genau das, die Vision Zero, kann nur gelingen, wenn Verkehrssicherheit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg verwirklicht wird.

Auch aus den sich stetig über nationale Grenzen hinweg erweiternden Wirtschaftsbeziehungen und Tourismus ergeben sich nicht nur internationale Regelungen für Infrastruktur, Transport- und Reiseverkehr, sondern auch für Verkehrssicherheitskonzepte. Darüber haben die Deutsche Verkehrswacht (DVW) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) auf ihrem gemeinsamen Parlamentarischen Abend diskutiert, unter dem Motto „Verkehrssicherheit – eine europäische Aufgabe“.

Es herrscht ein reges Interesse an der Verkehrssicherheit, sagte DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig in seiner Begrüßungsrede, in der er auf die an die knapp 160 Gäste im Botschaftsgebäude wies.

Auch Mag. Andreas Somogyi betonte die Wichtigkeit des Dialogs der europäischen Nationen. Er hieß als Gesandter und stellvertretender Missionschef der Botschaft ebenfalls alle Gäste in seinem Haus herzlich willkommen.

Von der Generaldirektion Verkehr der Europäischen Kommission kam die stellvertretende Referatsleiterin Wiebke Pankauke. Sie gab einen Input zum Thema „EU-Ziele zur Verkehrssicherheit und was Deutschland und Österreich dafür tun müssen“.

Zum „Gespräch mit den Nachbarn“ war ein Vertreter aus  Dänemark geladen. Im Interview sprach der Moderator der Veranstaltung, Marco Seiffert, mit Klaus Bondam, Direktor des dänischen Fahrradverbandes und Vorstand des Danish Road Safety Council. Er hob vor allem den positiven Wert eines starken Fahrradverkehrs hervor. Angesichts des wachsenden Radverkehrs in Deutschland und den damit einhergehenden Aufgaben für Infrastruktur und Verkehrssicherheit könne Dänemark ein Vorbild und eine Blaupause sein, so Bondam.

In der anschließenden Podiumsdiskussion „Verkehrssicherheit – eine europäische Aufgabe für uns alle“ diskutierten die Bundestagsabgeordneten Daniela Kluckert von der FDP und Kirsten Lühmann von der SPD, sowie Prof. Dr. Peter König vom Institut für Fahrzeugtechnik der Hochschule Trier und Dr. Christoph Wilk, der die Abteilung Verkehr im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung leitet.

In seinem Fazit ging DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf auf einzelne Höhepunkte der Diskussion ein, beispielsweise eine bessere internationale Vernetzung.

Im anschließenden Come-together fand Präsident K. Ruppelt die Gelegenheit, sich mit Frau Dr. Rita Bourauel, Chefredakteurin des Verkehrswachtmagazins, über die Veranstaltung aber auch die gemeinsame Gestaltung des Magazins auszutauschen.

 

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