News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Tempo runter bitte! – Schulanfang

Spannbandaktion der Hessischen Verkehrswachten

Schulanfänger – Verkehrsanfänger

Weil Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind, weil sie aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern

gehören, widmen ihnen nicht nur ihre Eltern sondern auch die Verkehrswachten besondere Aufmerksamkeit.

Grundschulkinder sind schnell von äußeren Reizen abgelenkt, können Geschwindigkeiten nicht einschätzen und erkennen gefährliche Situationen erst dann, wenn sie eingetreten sind.

Hinzu kommen Freude und Aufregung in den ersten Schultagen, die die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken.

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D., bittet deshalb die motorisierten Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie in Wohngebieten und auf Straßen im Einzugsbereich von Schulen langsam und vorausschauend, denn auch Tempo 30 ist dort oftmals zu schnell – seien Sie jederzeit bremsbereit.“

Viele hessische Verkehrswachten haben in ihrem Betreuungsbereich hunderte leuchtend-gelbe Spannbänder mit dem Motto:

„Tempo runter bitte! – Schulanfang“

in unmittelbarer Nähe von Schulen angebracht und wollen somit auf den Schulbeginn aufmerksam machen. Um den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, setzten sich die Verkehrswachten  zudem für polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen im Umkreis von Schulen ein. „Autofahrer verhalten sich in Tempolimit-Zonen in denen regelmäßig Verkehrsmessungen durchgeführt werden, angepasster“, erläutert K. Ruppelt.“ Sie sind eher bereit, vorsichtig und umsichtig zu fahren. Dadurch erhöht sich die Sicherheit für die Schulkinder.“

In jedem Fall sollten Eltern ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule fahren, denn „Elterntaxis“ beeinträchtigen Schulkinder in ihrer Entwicklung, erschweren ihnen die Möglichkeit, selbstständig zu werden und tragen nicht zur Verkehrssicherheit der Kinder bei.

Vertreter der Polizei, die die Aktion der Verkehrswachten begrüßen, weisen darauf hin, dass die Polizeistationen, die Regionalen Verkehrsdienste und weitere Bedienstete der Direktionen Verkehrssicherheit die Aktion auch in diesem Jahr tatkräftig unterstützen werden. Es geet es vorrangig darum, die schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich die Schulanfänger zu schützen und Unfällen vorzubeugen.

Dabei werden u.a. Funkstreifen eingesetzt, die das Verhalten der Eltern beobachten und die Einhaltung der Verkehrsregeln sicher stellen. Ebenso werde das Verhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer im Umfeld von Schulen unter die Lupe genommen.“

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Smiley für die Verkehrssicherheit

Startschuss für Aktion

„Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“ in Eltville

Dialog-Displays für insgesamt 48 Hessische Städte und Gemeinden

Mit einem lachenden oder grimmigen Smiley werden Autofahrer künftig vor zahlreichen Kitas, Schulen oder Seniorenzentren darauf hingewiesen, ob sie zu schnell oder mit angemessenem Tempo unterwegs sind.

Eine klare Botschaft an jeden Autofahrer soll die Verkehrssicherheit in Hessen erhöhen. Mundwinkel nach oben bedeutet: Das Tempo passt. Mundwinkel nach unten: Tritt auf die Bremse! Zwei gegensätzliche Smiley-Gesichter im Wechsel mit der Anzeige der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit zeigen, das kann das sogenannte Dialog-Display, das Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Eltville der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Dort steht das Schild an der stark befahrenen Bertholdstraße in Höhe der Freiherr-vom-Stein-Grundschule, wobei den Standort für das Gerät von Bürgermeister Patrick Kunkel ausgewählt worden war. Das Los hat im Verkehrsministerium darüber entschieden, welche Stadt eines der 48 Geräte erhält, die Hessen in Zusammenarbeit mit dem ADAC Hessen-Thüringen und der Landesverkehrswacht kostenlos zur Verfügung stellt.

Das Interesse war groß. 287 der 426 hessischen Kommunen hatten sich um den Zuschlag beworben. Eine Resonanz, die Al-Wazir veranlasst, die Verlosung im nächsten Jahr zu wiederholen. Knapp 2.500 Euro kostet jedes der akkubetriebenen Geräte. Die Landesverkehrswacht Hessen unterstützt die Kommunen bei der hessenweit erforderlichen Verteilung der Geräte, bei der Einweisung in deren Funktion, bei der Wahl des besten Standorts und bei der Begleitung der Auswertung der Ergebnisse. Die Kommunen müssen für die Wartung und die Pflege aufkommen.

Nach Angaben von Al-Wazir ereignen sich rund 70 Prozent aller Unfälle mit Verletzten innerorts. Ursachen seien meist zu hohe Geschwindigkeit und zu geringe Aufmerksamkeit der Autofahrer. Dem sollen die Dialog-Displays entgegenwirken, weil sie anders als „Blitzer“ jene Autofahrer mit einem „Lächeln“ belohnen, die sich korrekt verhalten. Die „positive Bestärkung des richtigen Verhaltens“ funktioniert nach Überzeugung des Vorstandsmitglieds für Verkehr, Technik und Umwelt des ADAC, Jürgen Lachner, besser als die Aufstellung eines Blitzgeräts und die Erhebung von Bußgeldern. Er weist darauf hin, dass der ADAC gern den Einsatz von Dialog-Displays in Hessen unterstütze.

Klaus Ruppelt, Präsident der Verkehrswacht Hessen, weist auf den Leitsatz  „Wir helfen im Straßenverkehr“, mit dem sich die Landesverkehrswacht zur Aufgabe gemacht habe, Verkehrsunfälle zu vermeiden, hin und merkt an, dass dieses Ziel aufgrund präventiver Maßnahmen erreicht werden kann.

Die Dialog-Displays sind dabei  ein wichtiger Baustein, um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern. Der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer  ist  von großer Bedeutung. Hauptursache sind Geschwindigkeitsverstöße, durch die diese Gruppe der Verkehrsteilnehmer  innerhalb von Ortschaften gefährdet ist.

Die dynamische Anzeige des Displays weckt  die Aufmerksamkeit des Fahrers und trägt zur besseren Wahrnehmung von Hinweisen bei.

Die positive Beeinflussung eines Fahrers durch „Belohnung“ in Form eines „DANKE“  ist effektiver als eine „Bestrafung“ durch ein ermahnendes  „LANGSAM“. Durch die individuelle Rückmeldung fühlt sich der Fahrer persönlich angesprochen.  Außerdem registriert  das Umfeld sein Verhalten, so dass sich dieser beobachtet fühlende Fahrer angepasst verhält.

Selbst wenn wir durch die Dialog-Displays nur einen einzigen Verkehrsunfall im Einzugsbereich einer Schule oder Kita verhindern, hat sich deren Einsatz gelohnt.

„Unser Ziel Ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere vor Kindergärten, Schulen und Altenpflegeheimen zu erhöhen. Vor diesen Orten können seit einer Änderung der StVO vor einem halben Jahr auch „Tempo – 30 – Beschränkungen“  auf Hauptverkehrsstraßen einfacher eingerichtet werden,“ so Al-Wazir. Für die Änderung hatte sich besonders das Land Hessen im Bundesrat eingesetzt.

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Handy am Steuer

Landesverkehrswacht Hessen fragt: Fahrverbot bei Handynutzung?

Die Deutsche Verkehrswacht hatte am 10. Juni 2017 auf ihrer Jahreshauptversammlung in Würzburg beschlossen, sich dafür einzusetzen, die Regelahndung für Handynutzung am Steuer strenger zu definieren.

Schwere Verstöße gegen §23 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung sollen zukünftig mit einem einmonatigen Fahrverbot geahndet werden; diese Forderung soll auch für Nutzer von Mobiltelefonen am Steuer gelten, die wiederholt ermittelt werden.

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D.: „Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt ist kein Kavaliersdelikt sondern bedeutet eine große Gefährdung anderer im Straßenverkehr. Deshalb erscheint ein einmonatiges Fahrverbot für Wiederholungstäter geboten. Die Verkehrswacht begrüßt das Vorhaben des Bundesverkehrsministeriums und der Verkehrsministerkonferenz, für diese Delikte einen neuen Sanktionsrahmen festzulegen. Wir hoffen, dass eine entsprechende Gesetzgebung baldmöglichst realisiert wird. Angesichts der hohen Unfallgefährdung, die von der Nutzung mobiler Endgeräte während einer Autofahrt ausgeht, besteht aus unserer Sicht dringender Handlungsbedarf.“

Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage vom August 2016 gaben 30 Prozent der Autofahrer an, hin und wieder einen Blick auf ihr Mobiltelefon zu werfen um zu sehen, ob jemand angerufen oder geschrieben hat, ebenso viele gaben an, ihr Mobiltelefon während der Fahrt aktiv zu nutzen. Von den Befragten fühlen sich dabei 40 Prozent stark und weitere 20 Prozent sehr stark abgelenkt; Fahrfehler werden in Kauf genommen. Die forsa-Umfrage wurde von der Deutschen Verkehrswacht und dem Automobil-Club Verkehr in Auftrag gegeben.

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