News Übersicht – Landesverkehrswacht Hessen e.V.

Hessens bester Schülerlotse

Hessens bester Schülerlotse kommt aus Darmstadt

Landeswettbewerb der Schülerlotsen 2017

Elias Ott, Schüler der Lichtenbergschule, Darmstadt  ist Sieger des Landeswettbewerbs der hessischen Schülerlotsen;

Seit beinahe 65 Jahren sorgen Hessens Schülerlotsen unter dem Motto: „Schüler helfen Schülern“ für Verkehrssicherheit auf dem Schulweg mit dem  Anspruch, Schulwegunfälle zu vermeiden!

Über 400 Schülerlotsen leisten in Hessen  im Betreuungsbereich von 9 örtlichen Verkehrswachten ihren ehrenamtlichen Dienst.

Die Landesverkehrswacht Hessen veranstaltete unter dem Motto. „Kleine Verkehrshelfer – große Wirkung“ kurz vor Beginn der Sommerferien den Schülerlotsenlandeswettbewerb 2017 wiederum im Deutschen Feuerwehr-Museum in Fulda.

17 Schülerlotsen, davon 6 Schülerlotsinnen,offiziell Verkehrshelfer genannt, die sich in regionalen Wettbewerben durch ihr besonderes Interesse und Engagement qualifiziert hatten, trafen sich zu einem spannenden Finale, den landesbesten Lotsen oder die beste Lotsin zu ermitteln.

schülerlotse

Der Präsident der Landesverkehrswacht, Klaus Ruppelt, begrüßte die Schülerlotsen aus Wetzlar, Darmstadt, Fulda,
Petersberg und Künzell. Er lobte ihr Engagement und erklärte: „Ihr seid das Markenzeichen der Verkehrswacht, euer Leitmotiv ist die Unfallverhütung! Dafür verdient Ihr Lob und Anerkennung nicht nur von der jeweiligen Schule, von den Eltern der Schulkinder, die ihr schützt, sondern auch vor allem von den politisch Verantwortlichen. Denn dort, wo ihr alltäglich bei jedem Wetter auf Hessens Straßen für Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer sorgt, ist in den über 60 Jahren des Schülerlotsendienstes in Hessen noch kein einziger Schüler schwer verletzt oder sogar getötet worden. Das ist zu einem ganz großen Teil Euer Verdienst.“

Insbesondere begrüßte K. Ruppelt die Ehrengäste, die durch ihr Erscheinen die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements der versammelten jungen Menschen bezeugten, so den Landtagsabgeordneten Markus Meyser, der seine Teilnahme an der Plenarsitzung des Hessischen Landtags zurückgestellt hatte, um der Veranstaltung vorübergehend beizuwohnen.  Er lobte das ehrenamtliche Engagement der Lotsen, die für die Sicherheit ihrer Mitschüler sorgten, hob ihr vorbildliches Verhalten hervor und dankte den Organisatoren für ihren beispielhaften Einsatz.

Auch der Stadtrat Gerhard Stellberg, der in Vertretung des OB Dr. Wingenfeld erschienen war, bedankte sich bei den Lotsen für ihr ehrenamtliches Engagement zugunsten der Sicherheit ihrer Mitschüler.

Auch der Kreisbeigeordnete Bernd Eckhart war in Vertretung von Landrat Woide der Einladung gefolgt und schloss sich mit seinen Grußworten den Ausführungen der Ehrengäste an.

Im Rahmen des Wettbewerbs mussten die Schülerlotsen insgesamt fünf Aufgabenbereiche bewältigen.

Die erste Hürde stellte  ein Wissenstest mit 19 Fragen rund um den Schülerlotsendienst dar, den Elias Ott  bereits als Bester bewältigte. In dem anschließenden Test wurden die Lotsen auf ihre Reaktionsfähigkeit überprüft.

Danach mussten die Schülerlosten im Zweierteam im Rahmen eines Rollenspiels eine Spielszene aus ihrem tagtäglichen Einsatz schauspielerisch bewältigen.

Bei dem sich anschließenden Trocken-Ski-Slalom, den jeweils zwei ausgeloste Wettbewerber zu absolvieren hatten, musste durch Schnelligkeit und Exaktheit Teamfähigkeit bewiesen werden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen nahmen der Präsident und der Polizeipräsident Günther Voß gemeinsam die Siegerehrung vor. Der Präsident des Polizeipräsidiums Osthessens zeigte auf, wie wichtig das Ehrenamt der Jugendlichen ist: „Eure Aufgabe ist es, mit für Verkehrssicherheit zu sorgen.“ Die niedrige Zahl von 14 Unfällen auf den Schulwegen im Landkreis Fulda im vergangenen Jahr spräche laut Voß sehr für das Engagement der Lotsen.

Sie ehrten besonders Elias Ott, der nach einem zweiten Platz im Jahr 2016 nunmehr den ersten Platz erzielt und auch Yassin Scheuermann, ebenfalls Schüler der Lichtenbergschule, Darmstadt, der den zweiten Platz erreicht hatte. Zufrieden zeigte sich auch die 14 Jahre alte Lotsin Anna Popov, Schülerin der Freiherr-vom-Stein-Schule, Wetzlar, die einen hervorragenden dritten Platz belegte. Die Plätze 4, 5 und 6 belegten Charlotte Kunz, Frh.v. Stein-Schule, Wetzlar, Celine Wingenfeld, Geschwister-Scholl-Schule, Fulda und Felix Wörner, Lichtenbergschule, Darmstadt. Alle weiteren Schülerlotsen erhielten Auszeichnungen; außer den Urkunden wurden die besten Schülerlotsen noch mit Geldpreisen belohnt.

Grundsätzlich hat der Erstplatzierte sich für den Schülerlotsenbundeswettbewerb am 5./6. September in Hannover qualifiziert, die LVW Hessen zu vertreten und sich dabei mit den Besten der anderen Bundesländer zu messen.

 

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Tempo runter bitte! – Schulanfang

Spannbandaktion der Hessischen Verkehrswachten

Schulanfänger – Verkehrsanfänger

Weil Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind, weil sie aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern

gehören, widmen ihnen nicht nur ihre Eltern sondern auch die Verkehrswachten besondere Aufmerksamkeit.

Grundschulkinder sind schnell von äußeren Reizen abgelenkt, können Geschwindigkeiten nicht einschätzen und erkennen gefährliche Situationen erst dann, wenn sie eingetreten sind.

Hinzu kommen Freude und Aufregung in den ersten Schultagen, die die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken.

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen und Richter a.D., bittet deshalb die motorisierten Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie in Wohngebieten und auf Straßen im Einzugsbereich von Schulen langsam und vorausschauend, denn auch Tempo 30 ist dort oftmals zu schnell – seien Sie jederzeit bremsbereit.“

Viele hessische Verkehrswachten haben in ihrem Betreuungsbereich hunderte leuchtend-gelbe Spannbänder mit dem Motto:

„Tempo runter bitte! – Schulanfang“

in unmittelbarer Nähe von Schulen angebracht und wollen somit auf den Schulbeginn aufmerksam machen. Um den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, setzten sich die Verkehrswachten  zudem für polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen im Umkreis von Schulen ein. „Autofahrer verhalten sich in Tempolimit-Zonen in denen regelmäßig Verkehrsmessungen durchgeführt werden, angepasster“, erläutert K. Ruppelt.“ Sie sind eher bereit, vorsichtig und umsichtig zu fahren. Dadurch erhöht sich die Sicherheit für die Schulkinder.“

In jedem Fall sollten Eltern ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule fahren, denn „Elterntaxis“ beeinträchtigen Schulkinder in ihrer Entwicklung, erschweren ihnen die Möglichkeit, selbstständig zu werden und tragen nicht zur Verkehrssicherheit der Kinder bei.

Vertreter der Polizei, die die Aktion der Verkehrswachten begrüßen, weisen darauf hin, dass die Polizeistationen, die Regionalen Verkehrsdienste und weitere Bedienstete der Direktionen Verkehrssicherheit die Aktion auch in diesem Jahr tatkräftig unterstützen werden. Es geet es vorrangig darum, die schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich die Schulanfänger zu schützen und Unfällen vorzubeugen.

Dabei werden u.a. Funkstreifen eingesetzt, die das Verhalten der Eltern beobachten und die Einhaltung der Verkehrsregeln sicher stellen. Ebenso werde das Verhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer im Umfeld von Schulen unter die Lupe genommen.“

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Smiley für die Verkehrssicherheit

Startschuss für Aktion

„Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“ in Eltville

Dialog-Displays für insgesamt 48 Hessische Städte und Gemeinden

Mit einem lachenden oder grimmigen Smiley werden Autofahrer künftig vor zahlreichen Kitas, Schulen oder Seniorenzentren darauf hingewiesen, ob sie zu schnell oder mit angemessenem Tempo unterwegs sind.

Eine klare Botschaft an jeden Autofahrer soll die Verkehrssicherheit in Hessen erhöhen. Mundwinkel nach oben bedeutet: Das Tempo passt. Mundwinkel nach unten: Tritt auf die Bremse! Zwei gegensätzliche Smiley-Gesichter im Wechsel mit der Anzeige der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit zeigen, das kann das sogenannte Dialog-Display, das Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Eltville der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Dort steht das Schild an der stark befahrenen Bertholdstraße in Höhe der Freiherr-vom-Stein-Grundschule, wobei den Standort für das Gerät von Bürgermeister Patrick Kunkel ausgewählt worden war. Das Los hat im Verkehrsministerium darüber entschieden, welche Stadt eines der 48 Geräte erhält, die Hessen in Zusammenarbeit mit dem ADAC Hessen-Thüringen und der Landesverkehrswacht kostenlos zur Verfügung stellt.

Das Interesse war groß. 287 der 426 hessischen Kommunen hatten sich um den Zuschlag beworben. Eine Resonanz, die Al-Wazir veranlasst, die Verlosung im nächsten Jahr zu wiederholen. Knapp 2.500 Euro kostet jedes der akkubetriebenen Geräte. Die Landesverkehrswacht Hessen unterstützt die Kommunen bei der hessenweit erforderlichen Verteilung der Geräte, bei der Einweisung in deren Funktion, bei der Wahl des besten Standorts und bei der Begleitung der Auswertung der Ergebnisse. Die Kommunen müssen für die Wartung und die Pflege aufkommen.

Nach Angaben von Al-Wazir ereignen sich rund 70 Prozent aller Unfälle mit Verletzten innerorts. Ursachen seien meist zu hohe Geschwindigkeit und zu geringe Aufmerksamkeit der Autofahrer. Dem sollen die Dialog-Displays entgegenwirken, weil sie anders als „Blitzer“ jene Autofahrer mit einem „Lächeln“ belohnen, die sich korrekt verhalten. Die „positive Bestärkung des richtigen Verhaltens“ funktioniert nach Überzeugung des Vorstandsmitglieds für Verkehr, Technik und Umwelt des ADAC, Jürgen Lachner, besser als die Aufstellung eines Blitzgeräts und die Erhebung von Bußgeldern. Er weist darauf hin, dass der ADAC gern den Einsatz von Dialog-Displays in Hessen unterstütze.

Klaus Ruppelt, Präsident der Verkehrswacht Hessen, weist auf den Leitsatz  „Wir helfen im Straßenverkehr“, mit dem sich die Landesverkehrswacht zur Aufgabe gemacht habe, Verkehrsunfälle zu vermeiden, hin und merkt an, dass dieses Ziel aufgrund präventiver Maßnahmen erreicht werden kann.

Die Dialog-Displays sind dabei  ein wichtiger Baustein, um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern. Der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer  ist  von großer Bedeutung. Hauptursache sind Geschwindigkeitsverstöße, durch die diese Gruppe der Verkehrsteilnehmer  innerhalb von Ortschaften gefährdet ist.

Die dynamische Anzeige des Displays weckt  die Aufmerksamkeit des Fahrers und trägt zur besseren Wahrnehmung von Hinweisen bei.

Die positive Beeinflussung eines Fahrers durch „Belohnung“ in Form eines „DANKE“  ist effektiver als eine „Bestrafung“ durch ein ermahnendes  „LANGSAM“. Durch die individuelle Rückmeldung fühlt sich der Fahrer persönlich angesprochen.  Außerdem registriert  das Umfeld sein Verhalten, so dass sich dieser beobachtet fühlende Fahrer angepasst verhält.

Selbst wenn wir durch die Dialog-Displays nur einen einzigen Verkehrsunfall im Einzugsbereich einer Schule oder Kita verhindern, hat sich deren Einsatz gelohnt.

„Unser Ziel Ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere vor Kindergärten, Schulen und Altenpflegeheimen zu erhöhen. Vor diesen Orten können seit einer Änderung der StVO vor einem halben Jahr auch „Tempo – 30 – Beschränkungen“  auf Hauptverkehrsstraßen einfacher eingerichtet werden,“ so Al-Wazir. Für die Änderung hatte sich besonders das Land Hessen im Bundesrat eingesetzt.

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